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<channel><title><![CDATA[Forschungskolleg RePliV - Blog]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog]]></link><description><![CDATA[Blog]]></description><pubDate>Tue, 31 Mar 2026 09:15:59 +0200</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Von religiöser Vielfalt und Nicht-Religion]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-religioeser-vielfalt-und-nicht-religion]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-religioeser-vielfalt-und-nicht-religion#comments]]></comments><pubDate>Tue, 06 Aug 2024 09:00:59 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-religioeser-vielfalt-und-nicht-religion</guid><description><![CDATA[Online-Treffen mit Lori Beaman und Peter Beyer&nbsp;Unter dem Titel &bdquo;Contemporary Research on Religious and Nonreligious Pluralism. Results and Challanges&ldquo; haben RePliV-Mitglieder am 25. Juni mit zwei renommierten Expert*innen aus Kanada diskutiert: Lori Beaman und Peter Beyer. Die Sprecher des Kollegs Prof. Volkhard Krech und Prof. Ulrich Willems sowie die RePliV-Doktorand*innen begr&uuml;&szlig;ten die beiden Religionswissenschaftler*innen als G&auml;ste einer Online-Veranstaltung. [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:justify;"><strong>Online-Treffen mit Lori Beaman und Peter Beyer</strong><br />&nbsp;<br />Unter dem Titel &bdquo;Contemporary Research on Religious and Nonreligious Pluralism. Results and Challanges&ldquo; haben RePliV-Mitglieder am 25. Juni mit zwei renommierten Expert*innen aus Kanada diskutiert: Lori Beaman und Peter Beyer. Die Sprecher des Kollegs Prof. Volkhard Krech und Prof. Ulrich Willems sowie die RePliV-Doktorand*innen begr&uuml;&szlig;ten die beiden Religionswissenschaftler*innen als G&auml;ste einer Online-Veranstaltung. Das Treffen erm&ouml;glichte einen sehr guten Austausch zwischen etablierten Wissenschaftler*innen und den Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Graduierten-Kolleg. Die Moderation &uuml;bernahm die RePliV-Promovierende Mareike Ritter.<br /><br />Lori Beaman und Peter Beyer arbeiten bereits seit Jahrzehnten an der Universit&auml;t Ottawa am Thema religi&ouml;se Vielfalt. Peter Beyer, der mittlerweile emeritiert ist, aber seine wissenschaftliche Arbeit nicht aufgegeben hat, besch&auml;ftigt das Thema bereits seit den Anf&auml;ngen seines Studiums. Beide blicken auf mehr als zwei Jahrzehnte Zusammenarbeit zur&uuml;ck.<br />&nbsp;<br /><strong>Nicht-Religion als Gegenstand zeitgen&ouml;ssischer Religionsforschung</strong><br />Zu Beginn berichteten die Doktorand*innen kurz &uuml;ber ihre Forschungsprojekte. Die G&auml;ste stellten interessierte Nachfragen zu den einzelnen Projekten und erkannten rasch, dass zahlreiche Bez&uuml;ge zwischen RePliV und ihrer wissenschaftlichen Arbeit bestehen. In ihrer Vorstellung legten sie den Fokus auf jene Fragen, die sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit derzeit besonders besch&auml;ftigen. Beyer und Beaman arbeiten gemeinsam am internationalen Projekt &bdquo;Nonreligion in a complex future&ldquo; (NCF), das im Verlauf der Veranstaltung noch genauer vorgestellt wurde. Das an der Universit&auml;t Ottawa angesiedelte Projekt untersucht die Zunahme von Nicht-Religion und deren sozialen Auswirkungen im internationalen Vergleich. Neben Kanada sind noch Australien, Brasilien, Argentinien, Schweden, Norwegen, D&auml;nemark, Finnland, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte K&ouml;nigreich weitere Forschungsstandorte. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich unter <a href="https://nonreligionproject.ca/the-project/">https://nonreligionproject.ca/the-project/</a>.<br />&nbsp;<br />Peter Beyer besch&auml;ftigt vor allem die Frage nach der Institutionalisierung religi&ouml;ser Vielfalt als Sozialform. Er verwies auf die Fluidit&auml;t religi&ouml;ser Vielfalt und stellte die kritische Frage in den Raum, was als Religion gilt und welche Formen des Religi&ouml;sen aus diesem Verst&auml;ndnis herausfallen. Auch RePliV besch&auml;ftigen die Frage nach aktuellen und angemessenen Definitionen von Religionen und Religiosit&auml;t laufend. Das Thema non-religion beziehungsweise Nicht-Religion wurde so zum Dreh- und Angelpunkt der anschlie&szlig;enden Diskussion.<br />&nbsp;<br />Lori Beaman widmet sich in ihrer Arbeit unter anderem &uuml;bergeordneten Fragen nach dem &bdquo;gutem&ldquo; Zusammenleben in pluralistischen gesellschaftlichen Kontexten. W&auml;hrend des Online-Treffens er&ouml;rterte sie, wie sich das Religi&ouml;se und das Nicht-Religi&ouml;se gesellschaftlich &uuml;berhaupt manifestieren. Sie kritisierte in diesem Zusammenhang auch den konventionellen Gebrauch des Individualit&auml;tsbegriffs in wissenschaftlichen Kreisen.<br />&nbsp;<br /><strong>Neue Impulse durch wissenschaftlichen Austausch</strong><br />Die Gedanken und Ausf&uuml;hrungen unserer G&auml;ste regten eine spannende Diskussion an, in der sich die Anwesenden &uuml;ber weitere Fragen religi&ouml;ser Vielfalt austauschten. Dabei ergaben sich einige Bez&uuml;ge zu den RePliV-Forschungsarbeiten, Forschungspraxen und Themenfeldern. Die Veranstaltung regte dazu an, weiterf&uuml;hrenden Fragen in der eigenen Forschungspraxis nachzugehen. Zum Beispiel betrifft die Frage &bdquo;Was ist Religion?&ldquo; konzeptionell viele der Arbeiten und Fragestellungen in RePliV. Au&szlig;erdem wurden weitere Impulse f&uuml;r den Umgang mit Interdisziplinarit&auml;t gegeben, die auch in dem NCF-Projekt im Vordergrund steht. In RePliV kommt immer wieder die konzeptionelle Frage auf, wie Forschungsergebnisse in gr&ouml;&szlig;ere theoretische Zusammenh&auml;nge eingebettet werden sollten. Die Anmerkungen und Erfahrungen von Beaman und Beyer waren deswegen in diesem Zusammenhang besonders anregend. Vor allem die Vorstellung des NCF-Projects zeigte, wie Themen religi&ouml;ser Diversit&auml;t derzeit global behandelt und bearbeitet werden. Das war besonders gewinnbringend und motivierte dazu, weiterhin akribisch an den unterschiedlichen Fragestellungen zu religi&ouml;ser Vielfalt im Vergleich zu arbeiten.<br /><br />Wir danken Lori Beaman und Peter Beyer besonders f&uuml;r ihre Zeit, den wertvollen Austausch und die zahlreichen Anregungen, die f&uuml;r unsere sehr unterschiedlichen Forschungsarbeiten gewinnbringend und fruchtbar sind.<br /><br />Text: Aria Anwar<br></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Praxishandbuch auf der Zielgeraden]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/das-praxishandbuch-auf-der-zielgeraden]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/das-praxishandbuch-auf-der-zielgeraden#comments]]></comments><pubDate>Thu, 22 Jun 2023 19:26:46 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/das-praxishandbuch-auf-der-zielgeraden</guid><description><![CDATA[Bericht von der RePliV-Klausurtagung am 15. und 16. Juni 2023Um sich intensiv &uuml;ber die Textentw&uuml;rfe f&uuml;r das geplante Praxishandbuch auszutauschen, haben sich bei sch&ouml;nstem Juni-Wetter zahlreiche Beteiligte des Projekts RePliV im Tagungshaus der Katholischen Akademie Schwerte getroffen. Dabei kamen alle Statusgruppen vor Ort und vereinzelt auch online zusammen: Praxispartner*innen, Betreuende und Assoziierte diskutierten gemeinsam mit den Doktorand*innen &uuml;ber die geplante [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong>Bericht von der RePliV-Klausurtagung am 15. und 16. Juni 2023</strong><br /><br />Um sich intensiv &uuml;ber die Textentw&uuml;rfe f&uuml;r das geplante Praxishandbuch auszutauschen, haben sich bei sch&ouml;nstem Juni-Wetter zahlreiche Beteiligte des Projekts RePliV im Tagungshaus der Katholischen Akademie Schwerte getroffen. Dabei kamen alle Statusgruppen vor Ort und vereinzelt auch online zusammen: Praxispartner*innen, Betreuende und Assoziierte diskutierten gemeinsam mit den Doktorand*innen &uuml;ber die geplanten Beitr&auml;ge und weitere Arbeitsschritte bis zur Ver&ouml;ffentlichung des Buchs.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/2023-klausurtagung-ii.jpg?1687462716" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Gruppenfoto im Innenhof der Akademie </div> </div></div>  <div class="paragraph">Der Sammelband mit dem Titel &bdquo;&Uuml;ber religi&ouml;se Vielfalt sprechen: Wie der Dialog zwischen Wissenschaft und &Ouml;ffentlichkeit gelingen kann&ldquo; widmet sich nicht nur dem einseitigen Transfer von Forschungsergebnissen in die &Ouml;ffentlichkeit, sondern besch&auml;ftigt sich mit dem beiderseitigem Austausch zwischen Wissenschaft und &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber alle Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens hinweg. Die Autor*innen &uuml;berlegen zum Beispiel, welche spezifischen Herausforderungen das Thema &bdquo;Religi&ouml;se Vielfalt&ldquo; f&uuml;r die Wissenschaftskommunikation&nbsp; mit sich bringt.<br /><br />In Schwerte&nbsp; stellten die Praxispartner*innen zun&auml;chst ihre Entw&uuml;rfe im Plenum vor, im Anschluss fanden sich die Tagungsteilnehmenden in vier inter- und transdisziplin&auml;ren Panels zusammen, um in kleineren Arbeitseinheiten &uuml;ber die einzelnen Beitr&auml;ge zu sprechen. Das Format erm&ouml;glichte es den Autor*innen, ein ausf&uuml;hrliches, konstruktives und mehrstimmiges Feedback zu den Texten zu erhalten und selbst Fragen an potenzielle Leser*innen zu stellen. Im Vordergrund der Diskussionen standen dabei einerseits die Verst&auml;ndlichkeit f&uuml;r eine breite Leser*innenschaft und andererseits die Bez&uuml;ge zwischen den einzelnen Beitr&auml;gen. Im Plenum wurden im Anschluss weitere Arbeitsschritte und der Zeitplan bis zur Ver&ouml;ffentlichung besprochen.<br /><br />Am Abend stellte Suzanne Newcombe als Vertreterin des Praxispartners &bdquo;inform&ldquo; ihre Arbeit vor und zeigte interessante M&ouml;glichkeiten zur weiteren Zusammenarbeit mit RePliV auf. Inform ist eine unabh&auml;ngige, in London ans&auml;ssige Organisation, die sich zum Ziel setzt, der &Ouml;ffentlichkeit Informationen aus der Forschung &uuml;ber neue religi&ouml;se Bewegungen bereitzustellen, um Falschinformationen entgegenzuwirken. Zum Abschluss des Tages st&auml;rkten wir uns beim Grillen auf der sch&ouml;nen Dachterrasse des Tagungshauses und feierten einen erfolgreichen ersten Klausurtag.<br /><br />Der Freitag startete mit der Vollversammlung von RePliV, in der &uuml;ber abgeschlossene und aktuelle Aktivit&auml;ten und T&auml;tigkeiten des Projekts berichtet wurde. Zudem wurden Ideen zur Gestaltung der Abschlusstagung im Herbst 2024 gesammelt. Den H&ouml;hepunkt der Tagung bildete am Freitagvormittag der Vortrag des Koblenzer Sozial- und Gesellschaftswissenschaftlers&nbsp; Tobias Meier zum Thema &bdquo;Religi&ouml;sen Vielfalt in der Stadt&ldquo;. Tobias Meier pl&auml;dierte daf&uuml;r, die Forschung nicht nur wie h&auml;ufig &uuml;blich an der Bezugskategorie der Nation auszurichten, sondern die Netzwerke auf kommunaler beziehungsweise st&auml;dtischer Ebene n&auml;her zu erforschen, um die Praktiken religi&ouml;ser Vielfalt ausdifferenzierter beschreiben zu k&ouml;nnen. Damit endete die Klausurtagung, und wir kehrten mit vielen neuen Anregungen zur&uuml;ck an unsere Schreibtische.<br /><br />Text: Christina Freund</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Rüstzeug für den Dialog mit der Öffentlichkeit]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ruestzeug-fuer-den-dialog-mit-der-oeffentlichkeit]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ruestzeug-fuer-den-dialog-mit-der-oeffentlichkeit#comments]]></comments><pubDate>Tue, 14 Feb 2023 08:34:15 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ruestzeug-fuer-den-dialog-mit-der-oeffentlichkeit</guid><description><![CDATA[Interner Workshop zur Wissenschaftskommunikation in CoesfeldDen trockenen Schreibstil der Wissenschaft auflockern, um neue Zielgruppen zu erreichen: Dieser Aufgabe haben wir Promovierenden uns gewidmet, als wir am 2. und 3. Februar 2023 mit dem Koordinator Holger Arning zu einem internen Workshop in der Kolpingbildungsst&auml;tte Coesfeld zusammengekommen sind. Au&szlig;erdem bereiteten wir die Klausurtagung im kommenden Juni sowie weitere Veranstaltungen vor und tauschten uns &uuml;ber unsere B [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong>Interner Workshop zur Wissenschaftskommunikation in Coesfeld</strong><br /><br />Den trockenen Schreibstil der Wissenschaft auflockern, um neue Zielgruppen zu erreichen: Dieser Aufgabe haben wir Promovierenden uns gewidmet, als wir am 2. und 3. Februar 2023 mit dem Koordinator Holger Arning zu einem internen Workshop in der Kolpingbildungsst&auml;tte Coesfeld zusammengekommen sind. Au&szlig;erdem bereiteten wir die Klausurtagung im kommenden Juni sowie weitere Veranstaltungen vor und tauschten uns &uuml;ber unsere Beitr&auml;ge f&uuml;r das Praxishandbuch aus, das wir gemeinsam schreiben m&ouml;chten.<br /></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/whatsapp-bild-2023-02-03-um-13-32-46.jpg?1676364018" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Selfie der bis zum Schluss Anwesenden </div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph">Die Schreibdidaktikerin Eva-Maria Lerche leitete den ersten Tag mit &Uuml;bungen zur Selbstreflexion ein. Auf welche Ressourcen k&ouml;nnen wir f&uuml;r unsere Promotion zur&uuml;ckgreifen, wo wollen wir in f&uuml;nf Jahren stehen, und wie k&ouml;nnen wir den Weg dorthin gestalten? Zu diesen Fragen produzierten wir jeweils zehn Minuten lang Texte.<br /></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph"><br />Die Aufgabe bestand darin, nicht lange nachzudenken, sondern sofort loszulegen, nicht abzusetzen und dadurch in einen kreativen Schreibfluss zu kommen. Mit einer &Uuml;bung zum Storytelling lernten wir au&szlig;erdem, lockerer f&uuml;r ein breiteres Publikum zu schreiben und Leser*innen auch &uuml;ber Emotionen f&uuml;r unsere Themen zu gewinnen.<br /><br />Nach der Mittagspause brachte uns Eva-Maria Lerche wichtige Aspekte gegenw&auml;rtiger Wissenschaftskommunikation n&auml;her. Gerade angesichts von Populismus und Wissenschaftsskepsis messen wissenschaftliche Institutionen einer transparenten, dialogorientierten und faktenbasierten Kommunikation nach au&szlig;en einen immer h&ouml;heren Stellenwert bei. Da &bdquo;die &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; als Adressatin sehr unspezifisch ist, benannten wir konkrete Personen und Institutionen, an die sich unsere Beitr&auml;ge richten werden. So wird es uns leichter fallen, in einer angemessenen Sprache zu schreiben. Konkret &uuml;bten wir das anhand von Textbausteinen, die wir vorab an Eva-Maria Lerche geschickt hatten und die noch eher im wissenschaftlichen Duktus verfasst waren.<br /><br />Nach einem gemeinsamen Essen fand der Abend in geselliger Runde einen am&uuml;santen Ausklang. Am zweiten Tag sammelten wir im Plenum und in kleinen Gruppen Ideen f&uuml;r wissenschaftliche und praxisnahe Veranstaltungen, die wir als Promovierende organisieren m&ouml;chten. Dabei stellten wir &Uuml;berschneidungen und gemeinsame Interessen fest, die wir f&uuml;r die weitere Konzeption nutzen k&ouml;nnen. Holger Arning berichtete anschlie&szlig;end vom Stand der Planungen des Praxishandbuchs. Erg&auml;nzend zum Vortag ging er zudem noch auf weitere Grundlangen des Gesamtbandes und der Wissenschaftskommunikation ein.<br /><br />In der letzten Session vor der Mittagspause diskutierten wir &uuml;ber Formate f&uuml;r die Klausurtagung, nachmittags trugen wir die Ergebnisse zusammen: Wir sprachen uns daf&uuml;r aus, in kleinen Panels unsere aktuellen Beitragsentw&uuml;rfe jeweils einzeln zu diskutieren. &Uuml;ber Zoom berichteten uns dankenswerterweise Linda Hennig, Anna Wiebke Klie und Martina Loth, Absolvent*innen des Vorl&auml;uferprojekts RePliR, wie sie Veranstaltungen vorbereitet und organisiert hatten, zum Beispiel Master Classes und die Abschlusstagung.<br /><br />In einer abschlie&szlig;enden Feedbackrunde lie&szlig;en wir das Treffen nochmal Revue passieren. Mit klaren Zielsetzungen und anregenden Inputs im Gep&auml;ck verabschiedeten wir uns aus Coesfeld. Wir blicken nun mit neuer Motivation unseren Schreib- und Feldarbeiten entgegen.<br /><br />Text: Johannes Eberl<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Auf dem Weg zum RePliV-Praxishandbuch]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/auf-dem-weg-zum-repliv-praxishandbuch]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/auf-dem-weg-zum-repliv-praxishandbuch#comments]]></comments><pubDate>Fri, 01 Jul 2022 16:33:06 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/auf-dem-weg-zum-repliv-praxishandbuch</guid><description><![CDATA[Ein kurzer Bericht &uuml;ber die erste Klausurtagung  Ideen sammeln f&uuml;r das geplante Praxishandbuch, die bisherige Arbeit im Projekt evaluieren und neue Kontakte kn&uuml;pfen: Darum ging es bei der ersten Klausurtagung des Forschungskollegs &bdquo;Regionale Regulierung religi&ouml;ser Pluralit&auml;t im Vergleich&ldquo; (RePliV), die am 23. und 24. Juni 2022 stattfand. Mitglieder aus allen drei Statusgruppen &ndash; Promovierende, Betreuende und Praxispartner*innen &ndash; trafen sich in de [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong>Ein kurzer Bericht &uuml;ber die erste Klausurtagung</strong><br /></div>  <div class="paragraph">Ideen sammeln f&uuml;r das geplante Praxishandbuch, die bisherige Arbeit im Projekt evaluieren und neue Kontakte kn&uuml;pfen: Darum ging es bei der ersten Klausurtagung des Forschungskollegs &bdquo;Regionale Regulierung religi&ouml;ser Pluralit&auml;t im Vergleich&ldquo; (RePliV), die am 23. und 24. Juni 2022 stattfand. Mitglieder aus allen drei Statusgruppen &ndash; Promovierende, Betreuende und Praxispartner*innen &ndash; trafen sich in der Kolping-Bildungsst&auml;tte in Coesfeld. Mit Blick auf die zuk&uuml;nftige Zusammenarbeit brachten die Teilnehmenden ihre W&uuml;nsche, Denkanregungen und Verbesserungsvorschl&auml;ge zum Ausdruck. Dabei legten sie ein besonderes Augenmerk auf das Thema &bdquo;Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis&ldquo; sowie auf den Dialog zwischen Wissenschaft und breiter &Ouml;ffentlichkeit.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/klausurtagung-coesfeld-ausschnitt_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Gruppenbild der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausurtagung in Coesfeld </div> </div></div>  <div class="paragraph">Zum Auftakt beider Tage stellte jeweils ein Vertreter der Praxis seine jeweiligen T&auml;tigkeitsfelder ausf&uuml;hrlicher dar und diskutierte sie im Hinblick auf die Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis. Johannes Schwill schilderte in einer informativen und zum Nachdenken anregenden Rede die Ideen- und Organisationsgeschichte sowie die diversen T&auml;tigkeitsfelder des Humanistischen Verbandes. Piotr Suder vom Verein f&uuml;r multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe (IFAK) in Bochum stellte ausf&uuml;hrlich dessen vielf&auml;ltiges T&auml;tigkeitsfeld vor und diskutierte dabei die M&ouml;glichkeiten einer engeren Zusammenarbeit mit RePliV.<br /><br />Die Promovierenden berichteten ihrerseits &uuml;ber den aktuellen Stand ihrer Promotionsprojekte mithilfe einer Posterausstellung. Somit konnten sich die Praxispartner*innen einen genaueren &Uuml;berblick &uuml;ber die laufenden Forschungen verschaffen und auf dieser Basis mit den einzelnen Promovierenden in einen Austausch treten.<br /><br />Zudem stellten die Promovierenden ihre Beitragsskizzen f&uuml;r das Praxishandbuch vor und diskutierten diese mit den Betreuenden und den Praxispartner*innen. Als eines der bleibenden Ergebnisse des Kollegs soll das Praxishandbuch, ein Sammelband mit dem Arbeitstitel &bdquo;&Uuml;ber religi&ouml;se Vielfalt sprechen&ldquo;, dazu dienen, in den verschiedenen Forschungs- und Arbeitsfeldern der jeweiligen Dissertationen die M&ouml;glichkeiten und Hindernisse des Wissenstransfers und der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis zu reflektieren sowie praktische Vorschl&auml;ge und L&ouml;sungsans&auml;tze zu unterbreiten. Auch Praxispartner*innen und Betreuende werden dazu Beitr&auml;ge liefern.<br /><br />Die Promovierenden hatten vor der Klausurtagung zwei thematische Fokusgruppen gebildet. Die erste Gruppe besch&auml;ftigte sich in den einzelnen Beitragsskizzen mit dem Thema der innerreligi&ouml;sen Pluralit&auml;t und der Frage, warum die Heterogenit&auml;t und die innereligi&ouml;se Pluralit&auml;t von religi&ouml;sen Minderheiten bei der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis in der Regel keine ausreichende Beachtung finden und welche Konsequenzen daraus folgen. Die zweite Fokusgruppe setzte sich mit dem Thema &bdquo;Wissenstransfer und kollaborative Ethnographie im Spannungsfeld religi&ouml;ser Vielfalt&ldquo; auseinander. Die Mitglieder gingen dabei der &uuml;bergeordneten Frage nach, wie die Anwesenheit und die direkte, regelm&auml;&szlig;ige Interaktion zwischen den Forscher*innen und den Akteur*innen im Feld die Prozesse der Wissensgenerierung sowie des Wissenstransfers beeinflussen.<br /><br />Die Tagung wurde &ndash; nach einer Vollversammlung der Projektmitglieder &ndash; mit einer internen Evaluierung abgeschlossen, in der die drei Statusgruppen zun&auml;chst getrennt voneinander &uuml;ber den bisherigen Verlauf des Kollegs, die Arbeitskultur und die m&ouml;gliche Verbesserung der Qualifizierungsprogramme diskutierten und ihre W&uuml;nsche, Anregungen und Vorschl&auml;ge zur Verbesserung der Zusammenarbeit zum Ausdruck brachten.<br /><br />Es herrschte in der gesamten Zeit eine angenehme Atmosph&auml;re, die von kollegialer Zusammenarbeit, konstruktiver Kritik und fachlichem Austausch gekennzeichnet war. Zwar gab es wegen der Corona-Pandemie einige kurzfristige Absagen, aber auch einige Teilnahmen &uuml;ber Zoom. Die vor Ort Anwesenden hatten &uuml;ber den formellen Rahmen und die geplante Tagesordnung hinaus die M&ouml;glichkeit, einander w&auml;hrend der Pausen und im Rahmen eines informellen Grillabends pers&ouml;nlich n&auml;her kennenzulernen und miteinander in einen intensiveren und tiefergehenden Austausch zu treten.<br /><br />Text: Puyan Mahmudian<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Innerreligiöse Vielfalt, Machtstrukturen und Wissenstransfer]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/innerreligiose-vielfalt-machtstrukturen-und-wissenstransfer]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/innerreligiose-vielfalt-machtstrukturen-und-wissenstransfer#comments]]></comments><pubDate>Tue, 22 Feb 2022 16:42:23 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/innerreligiose-vielfalt-machtstrukturen-und-wissenstransfer</guid><description><![CDATA[Die RePliV-Promovierenden haben Fokusgruppen zu Themenschwerpunkten gebildetDie Vielfalt innerhalb religi&ouml;ser Traditionen, Machtstrukturen im Verh&auml;ltnis zwischen Wissenschaft und &Ouml;ffentlichkeit sowie M&ouml;glichkeiten des Wissenstransfers in kollaborativer und partizipativer Forschung: Diese drei Themenschwerpunkte werden voraussichtlich die weitere Arbeit im Forschungskolleg RePliV pr&auml;gen. Ihnen sind &bdquo;Fokusgruppen&ldquo; der Promovierenden im Projekt zugeordnet, die s [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong>Die RePliV-Promovierenden haben Fokusgruppen zu Themenschwerpunkten gebildet</strong><br /><br />Die Vielfalt innerhalb religi&ouml;ser Traditionen, Machtstrukturen im Verh&auml;ltnis zwischen Wissenschaft und &Ouml;ffentlichkeit sowie M&ouml;glichkeiten des Wissenstransfers in kollaborativer und partizipativer Forschung: Diese drei Themenschwerpunkte werden voraussichtlich die weitere Arbeit im Forschungskolleg RePliV pr&auml;gen. Ihnen sind &bdquo;Fokusgruppen&ldquo; der Promovierenden im Projekt zugeordnet, die sich bei einem internen Workshop am 3. und 4. Februar in der Katholischen Akademie Schwerte gebildet haben.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/2022-02-05-repliv-gruppenfoto-schwerte_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">RePliV in Schwerte: Holger Arning, Christina Freund, Mareike Ritter, Nelli Felker, Rebecca Anne-Davis und Martin Herholz (v.l.n.r.) </div> </div></div>  <div class="paragraph">Nach einem von Onlineformaten gepr&auml;gten ersten Kollegjahr bot sich den Promovierenden aus Bochum und M&uuml;nster die M&ouml;glichkeit, sich zwei Tage lang pers&ouml;nlich kennenzulernen, zu diskutieren und zu vernetzen. Die von Holger Arning und Mareike Ritter organisierte Veranstaltung diente auch der Vorbereitung der im Juni in Coesfeld stattfindenden Klausurtagung des Projekts, au&szlig;erdem wurden erste Ideen zur Gestaltung des geplanten Praxishandbuchs gesammelt und systematisiert.<br /><br />Der erste Block des Workshops begann mit einer angeleiteten Reflexion zum Thema pers&ouml;nliche Motivation. Dabei tauschten sich die Kollegiat*innen dar&uuml;ber aus, welchen Stellenwert sie verschiedenen Faktoren f&uuml;r ihre Motivation mit Blick auf die Promotion beimessen. Die &Uuml;bung diente zudem dazu, zwischen den einzelnen Promotionsprojekten erste Schnittmengen auszumachen und Verbesserungsvorschl&auml;ge f&uuml;r die gemeinsame Arbeit zu formulieren.<br /><br />Nach der Mittagspause setzten sich die Kollegiat*innen in Kleingruppen mit dem Anforderungsprofil des RePliV-Kollegs sowie mit seinen praktischen Herausforderungen und Zielsetzungen auseinander, kurz: mit dem Warum des Projekts. Als gemeinsames Ziel wurde formuliert: Wir m&ouml;chten mit unseren Forschungen einen interdisziplin&auml;ren Beitrag zu einer friedlichen Austragung gesellschaftlicher Konflikte leisten, aber auch die positiven Potenziale religi&ouml;s pluraler Gesellschaften sichtbar machen.<br /><br />Im Anschluss stellten die Kollegiat*innen ihre Promotionsprojekte in Form von f&uuml;nfmin&uuml;tigen Kurzvortr&auml;gen (Elevator-Pitches) im Plenum vor. Vor allem ging es darum, die gesellschaftliche Relevanz des jeweils eigenen Forschungsprojekts zu verdeutlichen und erste M&ouml;glichkeiten zum Austausch &uuml;ber die zu erwartenden Forschungsergebnisse mit einer m&ouml;glichst gro&szlig;en (nicht-wissenschaftlichen) &Ouml;ffentlichkeit auszuloten. Im Zuge dessen wurden auch m&ouml;gliche und bereits bestehende Praxispartnerschaften thematisiert.<br /><br />Wo gibt es &Uuml;berschneidungen und Vernetzungsm&ouml;glichkeiten zwischen den einzelnen Promotionsprojekten? Mit Blick diese Frage unterhielten sich im anschlie&szlig;enden &bdquo;Speeddating&ldquo; alle mit allen jeweils f&uuml;nf Minuten zu zweit &uuml;ber ihre Projekte. Dieser Arbeitsschritt diente nicht zuletzt der Vorbereitung des zweiten Workshoptages, an dem die Bildung von Fokusgruppen f&uuml;r die Arbeit am Praxishandbuch im Zentrum stand.<br /><br />Zum Abschluss des ersten Tages gab Dr. Kirsten Schmidt, Leiterin des Sch&uuml;lerlabors der Ruhr-Universit&auml;t Bochum und Praxispartnerin des Kollegs, einen spannenden Einblick in ihre T&auml;tigkeit. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den geisteswissenschaftlichen Projekten, die im Sch&uuml;lerlabor vertreten sind, darunter verschiedene religionswissenschaftliche Angebote des Centrums f&uuml;r Religionswissenschaftliche Studien (CERES). Der Abend klang mit einem Abendessen im Speisesaal des Schwerter Tagungshauses und einem geselligen Beisammensein im Clubraum aus.<br /><br />Der zweite Tagungstag begann mit einem anregenden, halbst&uuml;ndigen Impulsvortrag der Praxispartnerin Dr. Tagrid Yousef. Sie berichtete von ihrem Arbeitsalltag als Integrationsbeauftragte der Stadt Krefeld und zeigte insbesondere die konkreten Problemfelder und Herausforderungen ihrer praktischen Arbeit auf. Im Anschluss daran waren Anna Wiebke Klie, Natalie Powroznik und David R&uuml;schenschmidt, Absolvent*innen des Vorg&auml;ngerprojekts RePliR, via Zoom zugeschaltet. Sie berichteten &uuml;ber ihre pers&ouml;nlichen Erfahrungen in der ersten F&ouml;rderphase des Kollegs. Dabei gaben sie wertvolle Einblick in die Arbeit am von ihnen verfassten Praxishandbuch und in die Organisation ihrer Klausurtagung sowie Tipps f&uuml;r die Vernetzung mit den Praxispartner*innen.<br /><br />Anschlie&szlig;end standen erneut die Arbeit am Praxishandbuch und die Aufteilung der Fokusgruppen im Zentrum. Nach eingehenden Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum wurden die drei thematischen Schwerpunkte herausgearbeitet, welche die zuk&uuml;nftige Arbeit am Praxishandbuch und die Vorbereitung der Klausurtagung bestimmen werden.<br /><br />Text: Martin Herholz<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Religion and gender – Impressions from a Conference in Vilnius, Lithuania]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religion-and-gender]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religion-and-gender#comments]]></comments><pubDate>Thu, 25 Nov 2021 17:16:49 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religion-and-gender</guid><description><![CDATA[Religion, Politics and Uncertainty: Shifting Boundaries: That is the motto under which the Research Committee on the Sociology of Religion of the International Sociological Association (ISA RC-22) organised this year's mid-term Conference from 11 to 13 November 2021 in Vilnius, Lithuania. Together with Puyan Mahmudian Jegurlaee, I attended the meeting.The conference&acute;s title couldn't be more appropriate to the many challenges that societies are currently facing. Whether it be the global pan [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Religion, Politics and Uncertainty: Shifting Boundaries: That is the motto under which the Research Committee on the Sociology of Religion of the International Sociological Association (ISA RC-22) organised this year's mid-term Conference from 11 to 13 November 2021 in Vilnius, Lithuania. Together with Puyan Mahmudian Jegurlaee, I attended the meeting.<br /><br />The conference&acute;s title couldn't be more appropriate to the many challenges that societies are currently facing. Whether it be the global pandemic, climate change, migration or the flood of human rights violations, people are in a constant process of negotiating their living conditions. The conference programm impressively demonstrated the role religion plays in both private and social life in dealing with these uncertainties.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/isa-rc-22_orig.png" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Photo: Nendre Zilinskaite</div> </div></div>  <div class="paragraph">The conference focused on religion in the context of social and political change from a religious-sociological and religious-scientific perspective. The role of religion was discussed in a hybrid format with a total of 68 participants from 26 countries. The contributions reflected the multifaceted influences of religion. It is indisputable that religion is indispensable in modern societies.<br /><br />In the numerous contributions, however, one particular focus prevailed: religion and gender. The role of women, gender equality and the question how sexual minorities are dealt with can be observed across national borders. Not only socio-cultural influences, but also the influence of different religious communities shape these discourses on different levels.<br /><br />The Lithuanian sociologist R&#363;ta &#381;iliukait&#279; offered a societal perspective in her work, in which she analyzed traditional Christian family values in connection with politics in Lithuania. Milda Ali&scaron;auskien&#279;, Associate Professor at Vytautas Magnus University, Kaunas, Lithuania, in turn, presented qualitative interviews with pagan women who described their role in their communities and partnerships. Consequently, international developments were discussed. In several lectures, the media discourse as well as activism against the &ldquo;Council of Europe Convention on preventing and combating violence against women and domestic violence&rdquo;, the &ldquo;Istanbul Convention&rdquo; from 2011, was examined. Theologian Anne Kull used examples from Estonia to describe how it is understood as an attack on values by patriarchal and nationalist ideologists in both secular and religious areas of society.<br /><br />On this account the history of Lithuania is the perfect example to observe the social confrontation with religious world views and the role of women. The visit to the Lithuanian National Gallery of Art impressively showed me that this is by no means a new discourse. The artist Marija Teres&#279; Ro&#382;anskait&#279; (1933-2007), known for her progressive themes, grew up in the Soviet Union, shaped by experiences of censorship. One of her most impressive paintings (1975) is a modern Maria Magdalena in a red dress and purple leggings. A reinterpretation of the woman dubbed a sinner, who turns her back on the religious symbol of the cross and confidently goes her way. The artist Jurga Barilait&#279; also tells of a changed relationship between culture and religion and questions images of women with her series of pictures &ldquo;Six Rules How to Play Mother&rdquo; from 1998. In addition, many works of art also dealt with religion in a modern world, for example through Ram&#363;nas Danisevi&#269;ius photography with the title ,Shrek&lsquo;,&nbsp; which shows two nuns at a cinema show. Furthermore, the plurality and coexistence of religions was also reflected. The work &ldquo;Conversation&rdquo; by the artist Raimundas Sli&#382;ys, who primarily dealt with secularism in his works, shows a Christian and a Jewish clergyman in conversation. The Christian is shown with his arms crossed and a negative expression on his face, while the Jewish clergyman tries to break open his arms. The museum offers <a href="http://www.ndg.lt/collection.aspx" target="_blank">online access to the permanent exhibition</a>, which is highly recommended.<br /><br />The conference as well as the exhibition in the National Gallery of Art showed in an impressive way not only the role religions play in modern societies, but also the long history of the discourses on religious plurality, religious coexistence and the position of women in society. And above all: in times of social change, political polarization and social insecurity, the influence of religions shows itself in numerous facets.<br /><br />Text: Nelli Felker<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Von der Sehnsucht nach dem Vertrautem im Fremden. Ein Besuch im Ruhr-Museum Essen]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-der-sehnsucht-nach-dem-vertrautem-im-fremden-ein-besuch-im-ruhr-museum-essen]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-der-sehnsucht-nach-dem-vertrautem-im-fremden-ein-besuch-im-ruhr-museum-essen#comments]]></comments><pubDate>Tue, 05 Oct 2021 15:33:02 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/von-der-sehnsucht-nach-dem-vertrautem-im-fremden-ein-besuch-im-ruhr-museum-essen</guid><description><![CDATA[ 	 		 			 				 					 						  In Zeiten, in denen Menschen mit Unsicherheiten k&auml;mpfen und jeder Tag Neues hervorbringen kann, wird nach Halt und einem Anker im Leben gesucht. Das Verlangen nach etwas, was gewohnt ist und die allt&auml;gliche Routine aufrechterh&auml;lt, erscheint fast als ein Kennzeichen der conditio humana. Daher ist es spannend zu sehen, wie das Gewohnte auch in unsicheres Terrain hineingetragen wird und dort eine Synthese mit dem Bestehenden erf&auml;hrt.   					 								 [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph">In Zeiten, in denen Menschen mit Unsicherheiten k&auml;mpfen und jeder Tag Neues hervorbringen kann, wird nach Halt und einem Anker im Leben gesucht. Das Verlangen nach etwas, was gewohnt ist und die allt&auml;gliche Routine aufrechterh&auml;lt, erscheint fast als ein Kennzeichen der conditio humana. Daher ist es spannend zu sehen, wie das Gewohnte auch in unsicheres Terrain hineingetragen wird und dort eine Synthese mit dem Bestehenden erf&auml;hrt.<br /></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/repliv-ruhr-museum_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Auf der Zeche Zollverein - Foto: Mareike Ritter </div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph">Dies sind die ersten Gedanken, die mir beim Besuch des Ruhr-Museums auf der Zeche Zollverein in Essen und beim Betrachten der dort ausgestellten Fotografien kommen, beim ersten gemeinsamen Ausflug der RePliV-Promovierenden aus M&uuml;nster und Bochum am 20. September 2021. Anl&auml;sslich des 60. Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen Bonn und Ankara zeigt das Museum &ndash; ein <a href="https://www.forschungskolleg-repliv.de/replir-partnerinnen.html" target="_blank">Praxispartner </a>unseres Projekts &ndash; 120 beeindruckende Bilder des renommierten t&uuml;rkischen Fotografen Ergun &Ccedil;a&#287;atay. Diese Fotos, entstanden im Jahr 1990, ergeben eine umfangreiche Reportage &uuml;ber sogenannte Gastarbeiter*innen der ersten und zweiten Generation aus der T&uuml;rkei.<br /><br />Die Ausstellung umfasst jedoch nicht nur diese 120 Bilder. Sie wird vielmehr durch weitere Aufnahmen komplementiert, die der Fotograf auf seiner Deutschlandreise gemacht hat. Hinzu kommen noch audiovisuell festgehaltene Interviews mit Personen, die gewisserma&szlig;en in Interaktion mit den Fotos Spannendes zur j&uuml;ngsten Geschichte zwischen der T&uuml;rkei und Deutschland zu erz&auml;hlen haben.<br /><br />Sehr aufschlussreich ist die F&uuml;hrung durch Stefanie Grebe, Leiterin der Fotografischen Sammlung des Ruhr-Museums und eine der Kuratorinnen der Ausstellung. Nachdem sie unsere Nachfragen beantwortet hat, haben wir Gelegenheit, noch einmal in aller Ruhe die Fotografien zu betrachten. Die Bilder h&auml;ngen gleichsam von der Decke, jedoch unter Tage, in der Zeche. Das verst&auml;rkt die Wirkung der Fotos, da auf ihnen viele Personen zu sehen sind, die selbst zwischen diesen &bdquo;vier W&auml;nden&ldquo; unter der Erde gearbeitet und ihre Zukunft gestaltet haben.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/ausstellung-ruhr-museum_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">F&uuml;hrung durch die Ausstellung - Foto: Mareike Ritter </div> </div></div>  <div class="paragraph">Zwischen Hoffnungen, W&uuml;nschen, Entbehrungen und Entt&auml;uschungen haben diese Menschen der ersten Generation der Arbeitsmigration aus der T&uuml;rkei ihre Tage gelebt. Das alles geschah jedoch auch in den eigenen vier W&auml;nden &uuml;ber Tage, was der Fotograf Ergun &Ccedil;a&#287;atay auf sehr eindrucksvolle Weise festgehalten hat. Auf den Bildern sind Familien, Alltagssituationen, Freundschaften, Formen der Religiosit&auml;t und vieles mehr zu betrachten. Es ist dem Fotografen gelungen, sehr intime Perspektiven zu schaffen, die das Leben dieser Menschen nach meinem Eindruck pr&auml;zise widerspiegeln.<br />&nbsp;<br />Keines der Bilder wirkt gestellt, nichts inszeniert. Die Menschen auf den Fotos k&ouml;nnten meine Verwandten, meine Bekannten sein, Menschen, die in meinem n&auml;heren Umfeld leben oder gelebt haben. Die Bilder rufen in mir ein starkes Nostalgiegef&uuml;hl hervor. Ich sehne mich zur&uuml;ck nach der Zeit, in der Wohnungen wie auf den Bildern &Ccedil;a&#287;atays aussahen. In der jede t&uuml;rkische Familie die gleichen Schr&auml;nke im Schlafzimmer, die gleiche Besteckgarnitur in der K&uuml;che und die gleichen Blicke in den Augen hatte.<br /><br />Ich war damals jedoch noch zu klein, um die Blicke zu verstehen. Jetzt, viele Jahre sp&auml;ter, da ich selber im Herzen Berlins wohne und meinen Kiez auf den Bildern &Ccedil;a&#287;atays wiedererkenne, kann ich kaum glauben, dass ich tagt&auml;glich auf den Wegen gehe, auf denen so viel Geschichte eingemei&szlig;elt ist. So viel von meiner eigenen Familiengeschichte. Und bestimmt auch von zahlreichen &auml;hnlichen Familienbiografien.<br /><br />Die Ausstellung ist jedem zu empfehlen, der sich ein St&uuml;ck weit mit der j&uuml;ngsten Geschichte Deutschlands besch&auml;ftigten m&ouml;chte, aber auch mit der Geschichte der T&uuml;rkei und vor allem mit den t&uuml;rkeist&auml;mmigen Menschen hier in Deutschland. Durch die Bilder kann ich besser verstehen, warum meine Gro&szlig;eltern kein Deutsch gelernt haben oder es nie lernen wollten. Aber die Bilder helfen mir auch zu begreifen, warum mein Vater (zweite Generation) hier in Deutschland studieren und einer anderen Besch&auml;ftigung nachgehen wollte als mein Gro&szlig;vater. Und schlie&szlig;lich ist mir durch die Bilder noch ein wenig klarer geworden, warum die Besch&auml;ftigung mit meiner eigenen pers&ouml;nlichen Vergangenheit so wichtig ist: Es geht auch darum, zu wissen, wohin meine Reise gehen soll.<br /><br />Text: Beyhan Bozkurt<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Digitale RePliR Abschlusskonferenz]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/digitale-replir-abschlusskonferenz]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/digitale-replir-abschlusskonferenz#comments]]></comments><pubDate>Thu, 05 Nov 2020 09:29:16 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/digitale-replir-abschlusskonferenz</guid><description><![CDATA[Am 15. Oktober 2010 konnte endlich die RePliR-Abschlusskonferenz &bdquo;Religi&ouml;se Pluralit&auml;t in NRW: Herausforderungen, Umgang und Good Practice&ldquo; stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie fand die Konferenz in einem gerafften Format online statt. Insgesamt nahmen rund 40 Interessierte aus Wissenschaft und Fachpraxis teil.Der Tag begann mit einer Begr&uuml;&szlig;ung durch den Kollegsprecher Prof. Ulrich Willems (M&uuml;nster) und einer kurzen Erl&auml;uterung des di [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Am 15. Oktober 2010 konnte endlich die RePliR-Abschlusskonferenz &bdquo;Religi&ouml;se Pluralit&auml;t in NRW: Herausforderungen, Umgang und Good Practice&ldquo; stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie fand die Konferenz in einem gerafften Format online statt. Insgesamt nahmen rund 40 Interessierte aus Wissenschaft und Fachpraxis teil.<br /><br />Der Tag begann mit einer Begr&uuml;&szlig;ung durch den Kollegsprecher Prof. Ulrich Willems (M&uuml;nster) und einer kurzen Erl&auml;uterung des digitalen Tagesablaufs durch die Kollegkoordinatorin Dr. Maren Freudenberg (Bochum).<br /><br />Es folgten zwei Vortr&auml;ge von ehemaligen RePliR-Kollegiat*innen. Im ersten Vortrag mit dem Titel &bdquo;Adoleszente Bew&auml;ltigungsprozesse im Umgang mit Differenz&ldquo; stellte ich gemeinsam mit den ehemaligen RePliR-Doktorandinnen Natalie Powroznik und Dilek A. Tepeli zwei Fallbeispiele vor. Beide vorgestellten jungen Menschen machen in ihrem adoleszenten Identit&auml;tsbildungsprozess bewusst die religi&ouml;se Zugeh&ouml;rigkeit zum Teil ihrer personalen Identit&auml;t, die in ihren Herkunftsl&auml;ndern und auch in der Diaspora in der eigenen ethnisch-kulturellen Gruppe eine Abweichung und ein Stigma darstellen. Es handelt sich einerseits um Christsein in Afghanistan bzw. dann in Deutschland und andererseits um Alevitisch-Sein innerhalb einer sunnitisch-orientierten Familie. Dabei zeigen unsere Beispiele auch, dass ein Blick in den pluralen Mikrokosmos einer einzigen Familie oder eines Subjekts lohnt, um die Bedeutung religi&ouml;ser Pluralit&auml;t sowohl f&uuml;r das soziale als auch f&uuml;r das individuelle Handeln deutend zu verstehen.<br /><br />Im zweiten Vortrag &bdquo;Grenzziehung, Grenz&ouml;ffnung, Grenz&uuml;berschreitung: Interreligi&ouml;se Ritualpraxis im Dialog&ldquo; hoben die beiden ehemaligen RePliR-Doktoranden Mathias Schneider und David R&uuml;schenschmidt die hohe Relevanz der geteilten Ritualpraxis im Allgemeinen und des gemeinsamen Gebets im Speziellen f&uuml;r das Feld des interreligi&ouml;sen Dialogs hervor. Denn die <em>gelebte</em> und <em>emotionale</em> Dimension des religi&ouml;s Anderen sei ebenso wichtig wie die <em>kognitive</em>, wenn es darum geht, sich im interreligi&ouml;sen Dialog die religi&ouml;se Welt des Anderen zu erschlie&szlig;en. Hierzu beleuchteten die Vortragenden die Haltungen der beiden Gro&szlig;kirchen kritisch und analysierten, warum vor allem die Handreichung der Evangelischen Kirche Deutschlands von 2006 mit dem Titel &bdquo;Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland&ldquo; eine Absprache an die M&ouml;glichkeit eines <em>interreligi&ouml;sen</em> Gebets darstellt.<br /><br />Sehr erfreut waren wir &uuml;ber die Teilnahme von Volker Beck mit einem Impulsvortrag zum Thema &bdquo;Religi&ouml;se Pluralit&auml;t in NRW &ndash; Religionspolitische Herausforderungen, Regulierungsstrategien und Beispiele Guter Praxis&ldquo;. In diesem betonte Herr Beck, dass das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland einen guten Kompass f&uuml;r Regulierungsma&szlig;nahmen darstelle, weil es Arenen ausweise, in denen auf gesellschaftlicher, politischer und rechtlicher Ebene Auseinandersetzungen und Kl&auml;rungen stattfinden k&ouml;nnten. Dabei verwies er auch auf die konkrete Aufgabe der Religionswissenschaft, der Rechtswissenschaft z.B. im Hinblick auf die Anerkennung einer offiziellen Religionsgemeinschaft in Deutschland die von den bisher etablierten und bekannten Religionsgemeinschaften wie den Gro&szlig;kirchen z.T. stark abweichende Theologieverst&auml;ndnisse und Organisationsstrukturen mit &bdquo;vergleichbaren Tatbest&auml;nden zu erkl&auml;ren&ldquo;.<br /><br />Die Vortr&auml;ge des Vormittags sind online unter folgenden Links abrufbar:<br /><strong>Adoleszente Bew&auml;ltigungsprozesse:</strong> <a href="https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/dNo71mTMRIMPREj" target="_blank">https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/dNo71mTMRIMPREj</a><br />Da die Tonqualit&auml;t an manchen Stellen leider nicht optimal ist, stehen hier zu zwei Vortragteilen auch Audiodateien zur Verf&uuml;gung.<br /><br /><strong>Interreligi&ouml;se Praxis im Dialog:</strong> <a href="https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/OLJiJAmnxa2hxDn" target="_blank">https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/OLJiJAmnxa2hxDn</a><br /><br /><strong>Religionspolitische Herausforderungen, Regulierungsstrategien und Beispiele guter Praxis:</strong> <a href="https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/cJD2kTYGbi09z1o" target="_blank">https://ruhr-uni-bochum.sciebo.de/s/cJD2kTYGbi09z1o<br /></a><br />Nach der Mittagspause standen am Nachmittag Poster-Pr&auml;sentationen im Mittelpunkt, mit denen die ehemaligen RePliR-Doktorand*innen die wichtigsten Ergebnisse ihrer Dissertationen vorstellten. Diese betreffen sehr vielf&auml;ltige Themen, von Migrantenselbstorganisationen &uuml;ber buddhistische Jesus-Interpretationen bis hin zum Umgang mit religi&ouml;ser Vielfalt in Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften und station&auml;ren Altenpflegeeinrichtungen &ndash; um nur einige Projekte zu nennen.<br /><br />Es gab sehr anregende Diskussionen zwischen den Vorstellenden und den Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Praxis rund um Ergebnisse und weitere Fragestellungen, die sich aus unseren Promotionsprojekten ergeben.<br /><br />Somit bleibt mir nach der Abschlusskonferenz als einzig verbleibende RePliR-Doktorandin nur, mich den am Ende der Konferenz ge&auml;u&szlig;erten warmen Lob- und Dankesworten der RePliR-Sprecher Prof. Ulrich Wilhelms und Prof. Volkhard Krech sowie unserer Koordinatorin Dr. Maren Freudenberg anzuschlie&szlig;en und mich herzlich f&uuml;r die Kollegzeit zu bedanken und mich nun weiterhin auf das Abschlie&szlig;en meiner Promotion zu konzentrieren.<br /><br />Text: Martina Loth<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zweiter Preis für David Rüschenschmidt im Essay-Wettbewerb der Georges-Anawati-Stiftung]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/zweiter-preis-fur-david-ruschenschmidt-im-essay-wettbewerb-der-georges-anawati-stiftung]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/zweiter-preis-fur-david-ruschenschmidt-im-essay-wettbewerb-der-georges-anawati-stiftung#comments]]></comments><pubDate>Mon, 27 Jul 2020 14:23:07 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/zweiter-preis-fur-david-ruschenschmidt-im-essay-wettbewerb-der-georges-anawati-stiftung</guid><description><![CDATA[       &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;& [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/preisverleihung-2020-jpg-2125858181_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bildrechte: akademie-rs<br /></div>  <div class="paragraph">Die Akademie der Di&ouml;zese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim nimmt seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle im christlich-islamischen Dialog ein. Diesen f&ouml;rdert sie auch durch eine j&auml;hrlich stattfindende christlich-islamische Studienwoche, an der Studierende und Promovierende der Theologien, aber auch der Religions-, Geschichts-, Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften teilnehmen k&ouml;nnen.<br />Ein fester Bestandteil dieser Studienwoche, deren Teilnehmer*innen aus verschiedenen europ&auml;ischen L&auml;ndern kommen, ist ein Essay-Wettbewerb. Jede*r Teilnehmer*in ist angehalten, einen Essay zu einem eigenst&auml;ndig gew&auml;hlten Thema zu verfassen, die dann von einer Jury bewertet und durch die Goerges-Anawati-Stiftung pr&auml;miert werden. Im Geist des Namensgebers Georges Anawati, einem &auml;gyptischen Dominikaner und Wegbereiter der Erkl&auml;rung &bdquo;Nostra Aetate&ldquo;, hat sich die Stiftung zum Ziel gesetzt, den interreligi&ouml;sen und interkulturellen Dialog, die gegenseitige Achtung und Verst&auml;ndigung von Christ*innen und Muslim*innen zu f&ouml;rdern.<br />Bei dem Essay-Wettbewerb in diesem Jahr konnte der ehemalige RePliR-Doktorand David R&uuml;schenschmidt, nun assoziiertes Mitglied des Kollegs, mit seinem Beitrag &bdquo;Integration &ndash; Dialog &ndash; Integrationsdialog? Zeithistorisch akzentuierte Perspektiven auf sozialintegrative Potentiale des christlich-islamischen Dialogs&ldquo; den zweiten Platz belegen. Die Preisverleihung der pr&auml;mierten Essays war eingebettet in das diesj&auml;hrige &bdquo;Theologische Forum Christentum &ndash; Islam&ldquo; der Akademie und fand bereits am 7. M&auml;rz 2020 statt. (Da die Meldung zur Preisverleihung und die Ver&ouml;ffentlichung der Essays auf der Website der Georges-Anawati-Stiftung erst k&uuml;rzlich erfolgte, verz&ouml;gerte sich auch die Meldung auf der RePliR-Webseite.) Der Laudator, Pfarrer Holger Nollmann, lobte den Assay als &bdquo;wertsch&auml;tzende Erdung der integrationspolitischen M&ouml;glichkeiten des christlich-islamischen Dialogs.&ldquo; Alle ausgezeichneten Beitr&auml;ge der letzten Jahre werden auf der <a href="https://www.anawati.de/aus-unserer-arbeit/essay-wettbewerb/" target="_blank">Seite der Georges-Anawati-Stiftung</a> ver&ouml;ffentlicht.<br /><br />Text: David R&uuml;schenschmidt<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[„Ein außergewöhnliches Semester“]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ein-aussergewohnliches-semester]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ein-aussergewohnliches-semester#comments]]></comments><pubDate>Tue, 07 Jul 2020 11:57:18 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/ein-aussergewohnliches-semester</guid><description><![CDATA[         Im R&uuml;ckblick auf die vergangenen RePliR-Semester sticht das Sommersemester 2020 als ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches hervor.Eigentlich war geplant gewesen, am 26. und 27. M&auml;rz 2020 mit einer gro&szlig;en Feier geb&uuml;hrend den offiziellen Abschluss unseres Forschungskollegs RePliR (Religi&ouml;se Pluralit&auml;t und ihre Regulierung in der Region) zu begehen. Dazu eingeladen hatten wir unsere Principle Investigators, unsere Praxispartner*innen, weitere Begleiter*innen auf de [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/martinas-blogbeitrag_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:27px;"></div>  <div class="paragraph">Im R&uuml;ckblick auf die vergangenen RePliR-Semester sticht das Sommersemester 2020 als ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches hervor.<br />Eigentlich war geplant gewesen, am 26. und 27. M&auml;rz 2020 mit einer gro&szlig;en Feier geb&uuml;hrend den offiziellen Abschluss unseres Forschungskollegs RePliR (Religi&ouml;se Pluralit&auml;t und ihre Regulierung in der Region) zu begehen. Dazu eingeladen hatten wir unsere Principle Investigators, unsere Praxispartner*innen, weitere Begleiter*innen auf dem Weg unserer Promotionsprojekte und allgemein an unserem Forschungsfeld interessierte Personen. Wie so viele akademische Veranstaltungen in diesem Jahr musste die Abschlusskonferenz aufgrund von Covid-19 zun&auml;chst abgesagt werden. Schnell wurde klar, dass auch alle weiteren Zusammenk&uuml;nfte in persona bis auf Weiteres ausgesetzt oder in die virtuelle Welt verlegt werden mussten.<br />Hatte ich bis dato kaum auf Videokonferenzen zur&uuml;ckgegriffen, sind sie mittlerweile fester Bestandteil meines wissenschaftlichen Austauschs geworden. Auch wenn physische Begegnungen in ihren komplexen Dimensionen nicht virtuell ersetzbar sind, war ich sehr erstaunt, wie gut die Umstellung funktioniert hat. Ergo: Die Arbeit an unseren Projekten konnte weitergehen (sofern nat&uuml;rlich alle gesund sind, Kinder betreut sind, etc.)! Eine beruhigende Erkenntnis, die viele Berufsgruppen nicht teilen k&ouml;nnen.<br />F&uuml;r das letzte RePliR-Kolloquium musste demnach auch eine alternative Form gefunden werden. In Absprache mit unseren Betreuenden entschieden wir Promovierenden uns daf&uuml;r, jeweils einen Text in der Runde zirkulieren zu lassen und innerhalb von einer Woche schriftliches Feedback der Kollegiat*innen darauf zu erhalten. Am Ende dieses asynchronen Prozesses stand dann eine Videokonferenz mit der oder dem Betreuenden oder ein klassisches Telefonat. Durch die h&auml;ppchenweisen R&uuml;ckmeldungen war es m&ouml;glich, in aller Ruhe bilateral Stellung zu nehmen und die Kritik ggf. nach und nach in dem Text zu ber&uuml;cksichtigen. Ein dynamischer Austausch in der Gruppe, durch den die Kreativit&auml;t in besonderer Weise angeregt wird und wie ich ihn in vorherigen Kolloquiumssitzungen in M&uuml;nster oder Bochum erlebt und gesch&auml;tzt habe, konnte aber leider nicht erfolgen.<br />Da die erste F&ouml;rderphase RePliRs langsam ausl&auml;uft und die Vertr&auml;ge der anderen Kollegiat*innen geendet sind, bin ich die einzig verbleibende Doktorandin RePliRs. Ich freue mich, dass die ehemaligen Mitstreiter*innen uns als <a href="http://www.forschungskolleg-replir.de/replir-betreuerinnen.html" target="_blank"><strong>assoziierte Mitglieder</strong></a> erhalten bleiben und wir uns weiterhin konstruktiv austauschen. Unterst&uuml;tzt durch meine Betreuenden und die Koordination konzentriere ich mich auf meine Dissertation sowie die Abschlusskonferenz, die nachgeholt werden soll. Ich hoffe sehr, dass der Durchf&uuml;hrung unserer <strong>Abschlusskonferenz am 15.10.2020</strong> in kleinerem Rahmen am CERES in Bochum nichts im Wege stehen wird. Andernfalls bin ich mir aber sicher, dass wir mittlerweile sehr gut f&uuml;r ein digitales Format ger&uuml;stet w&auml;ren. Au&szlig;erdem hoffe ich zusammen mit den anderen (ehemaligen) Kollegiat*innen RePliRs, dass das Kolleg ab Januar 2021 f&uuml;r eine zweite F&ouml;rderphase verl&auml;ngert wird.<br />In Vorfreude auf den Herbst w&uuml;nsche ich nun aber zun&auml;chst einmal allen eine sch&ouml;ne Sommerpause!<br /><br />Text: Martina Loth<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Erste digitale RePliR-Veranstaltung: „The Religious Becoming Tolerant? The Changing Relationship Between Religiosity and Xenophobia in Germany 1980 to 2016“]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/erste-digitale-replir-veranstaltung-the-religious-becoming-tolerant-the-changing-relationship-between-religiosity-and-xenophobia-in-germany-1980-to-2016]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/erste-digitale-replir-veranstaltung-the-religious-becoming-tolerant-the-changing-relationship-between-religiosity-and-xenophobia-in-germany-1980-to-2016#comments]]></comments><pubDate>Sun, 10 May 2020 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/erste-digitale-replir-veranstaltung-the-religious-becoming-tolerant-the-changing-relationship-between-religiosity-and-xenophobia-in-germany-1980-to-2016</guid><description><![CDATA[       In unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden laden wir Doktorand*innen des Forschungskollegs externe Wissenschaftler*innen ein, um mit ihnen die Ergebnisse ihrer und unserer Arbeit zu diskutieren. Weil die quantitative Perspektive in den bisherigen Vortr&auml;gen eher unterrepr&auml;sentiert war, sich aber methodisch gewisse &Auml;hnlichkeiten zur eigenen Arbeit feststellen lassen, haben wir am 4. Mai 2020 Dr. Pascal Siegers eingeladen, um &uuml;ber seine Arbeit zum Einfluss von Religiosit [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/bild_orig.png" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">In unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden laden wir Doktorand*innen des Forschungskollegs externe Wissenschaftler*innen ein, um mit ihnen die Ergebnisse ihrer und unserer Arbeit zu diskutieren. Weil die quantitative Perspektive in den bisherigen Vortr&auml;gen eher unterrepr&auml;sentiert war, sich aber methodisch gewisse &Auml;hnlichkeiten zur eigenen Arbeit feststellen lassen, haben wir am 4. Mai 2020 Dr. Pascal Siegers eingeladen, um &uuml;ber seine Arbeit zum Einfluss von Religiosit&auml;t auf Xenophobie in Deutschland zwischen 1980 und 2016 zu berichten. Pascal Siegers ist bei GESIS &ndash; Leibniz-Institut f&uuml;r Sozialwissenschaften am Standort K&ouml;ln als Leiter des Teams <em>National Surveys</em> t&auml;tig und betrachtet in seiner Forschung unter anderem den religi&ouml;sen Wandel in Deutschland und Europa. Da nat&uuml;rlich auch die RePliR-Veranstaltungen von den Ma&szlig;nahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie betroffen sind, konnte die Veranstaltung nicht wie urspr&uuml;nglich geplant im CERES-Palais stattfinden, sondern wurde erstmals in den &bdquo;virtuellen Raum&ldquo; verlegt, sodass Vortrag und Diskussion in einem etwas kleineren Rahmen in einer Videokonferenz stattgefunden haben.<br />In seinem Vortrag zeigte Pascal Siegers anhand von Daten der Allgemeinen Bev&ouml;lkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS), wie sich der Einfluss von Aspekten christlicher Religiosit&auml;t auf xenophobe Einstellungen und Kontakten zu Ausl&auml;nder*innen von 1980 bis 2016 ver&auml;ndert hat. Waren in den 80er Jahren Kirchg&auml;nger*innen in Westdeutschland tendenziell skeptischer gegen&uuml;ber Einwander*innen eingestellt als Kirchenferne, hat sich der Zusammenhang seitdem umgedreht. Heute ist der Kirchgang mit weniger fremdenfeindlichen Einstellungen verbunden. Auch der negative Effekt des Kirchgangs auf Kontakte zu Ausl&auml;nder*innen ist mit der Zeit verschwunden. In den neuen Bundesl&auml;ndern zeigt sich ein &auml;hnliches Bild, nur, dass Kirchg&auml;nger*innen dort&nbsp;zu Beginn der 1990er Jahre mehr Kontakte zu Ausl&auml;nder*innen hatten als die Kirchenfernen.<br />In der anschlie&szlig;enden Diskussion wurden die M&ouml;glichkeiten und Grenzen der Operationalisierung von Religiosit&auml;t durch in der Umfrageforschung g&auml;ngige Variablen und die Rolle von kirchlichen Autorit&auml;ten bez&uuml;glich ihres Einflusses auf die Einstellungen der Mitglieder diskutiert. In Vortrag und Diskussion zeigten sich die Vorteile des interdisziplin&auml;r angelegten Kollegs. Nicht zuletzt bot die Veranstaltung auch f&uuml;r den Referenten die M&ouml;glichkeit, Feedback aus anderen als den &uuml;blichen disziplin&auml;ren theoretischen und methodischen Kontexten zu erhalten.<br />Von der gelungenen Veranstaltung konnten somit sowohl der Referent als auch die Teilnehmenden etwas f&uuml;r ihre eigene Arbeit mitnehmen. Trotz der f&uuml;r uns ungew&ouml;hnlichen Bedingungen durch das virtuelle Setting kam eine angeregte Diskussion zustande, sodass dieses Format &ndash; sollten die derzeitigen Einschr&auml;nkungen noch l&auml;nger andauern &ndash; sicherlich eine Option f&uuml;r zuk&uuml;nftige Veranstaltungen ist.<br /><br />Text: Andr&eacute; Kastilan<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Veranstaltung zum japanischen Shin-Buddhismus]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/veranstaltung-zum-japanischen-shin-buddhismus]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/veranstaltung-zum-japanischen-shin-buddhismus#comments]]></comments><pubDate>Thu, 14 Nov 2019 16:09:04 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/veranstaltung-zum-japanischen-shin-buddhismus</guid><description><![CDATA[       Am 11. und 12. November bot sich dem Forschungskolleg bei einem Abendvortrag und einem Workshop in M&uuml;nster die Gelegenheit, sich mit dem japanischen Shin-Buddhismus auseinanderzusetzen. Dazu konnte das Kolleg die Expertise von Marc Nottelmann-Feil einholen, der shin-buddhistischer Priester am Ek&#333;-Haus der Japanischen Kultur e.V. im D&uuml;sseldorfer Stadtteil Niederkassel ist. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung vom Doktoranden des Kollegs Mathias Schneider.In sein [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/img-20191114-wa0003_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Am 11. und 12. November bot sich dem Forschungskolleg bei einem Abendvortrag und einem Workshop in M&uuml;nster die Gelegenheit, sich mit dem japanischen Shin-Buddhismus auseinanderzusetzen. Dazu konnte das Kolleg die Expertise von Marc Nottelmann-Feil einholen, der shin-buddhistischer Priester am Ek&#333;-Haus der Japanischen Kultur e.V. im D&uuml;sseldorfer Stadtteil Niederkassel ist. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung vom Doktoranden des Kollegs Mathias Schneider.<br /><br />In seinem Abendvortrag am 11. November zum Thema <em>&bdquo;H&auml;resie des Mittelalters? Christlicher Buddhismus? Die hybriden Welten des japanischen Shin-Buddhismus&ldquo;</em> er&ouml;ffnete der Referent ein Fenster nach Japan, dem Heimatland der &bdquo;Wahren Schule des Reinen Landes&ldquo;, auf Japanisch <em>J&#333;do-Shinsh&#363;</em>, die dort eine der gr&ouml;&szlig;ten und einflussreichsten buddhistischen Traditionen ist. Angefangen bei der westlichen Buddhismus-Rezeption, etwa durch Pioniere wie Eug&egrave;ne Burnouf, zeichnete Marc Nottelmann-Feil einen &Uuml;berblick &uuml;ber die verschiedensten Facetten des Buddha-Bildes, das sich vom orientalistischen Zerrbild des Buddha als empirisch-rationalistischer Ethiker und Aufkl&auml;rer &uuml;ber den &uuml;berg&ouml;ttlichen Buddha der P&#257;li-Suttas bis hin zum Bodhisattva-Ideal des Mah&#257;y&#257;na und schlie&szlig;lich zum Vertrauen auf &nbsp;Buddha Amida im Shin-Buddhismus erstreckte.<br /><br />Beim Workshop am darauffolgenden Tag konnten die Teilnehmenden mit dem Referenten theologische Aspekte des Shin-Buddhismus, aber auch die Voraussetzungen des shin-buddhistisch-christlichen Dialogs n&auml;her beleuchten. Anhand des <em>Shoshinge</em>, das von Shinran, dem Begr&uuml;nder der <em>J&#333;do-Shinsh&#363;</em>, verfasst wurde und einer der wichtigsten liturgischen Hymnen des Shin-Buddhismus ist, wurden Grundfragen shin-buddhistischen Denkens, aber auch die Spannungen der jeweiligen Auslegungen zwischen japanischer und westlicher Buddhologie reflektiert. Bei allen theoretischen Diskussionen konnte Marc Nottelmann-Feil mit seiner Erfahrung als buddhistischer Geistlicher zugleich auch die praktischen Dimensionen gelebter Spiritualit&auml;t nahebringen, beispielsweise bei der Textrezitation und Liturgie.<br /><br />Der Shin-Buddhismus ist ein kleiner, aber wichtiger Teil des Gesamtgef&uuml;ges religi&ouml;ser Pluralit&auml;t in Nordrhein-Westfalen. Das zeigt sich auch daran, dass es in der Landeshauptstadt D&uuml;sseldorf eine gro&szlig;e japanische Community gibt, die mit dem Ek&#333;-Haus eine spirituelle, kulturelle und soziale Anlaufstelle hat. Als solche erh&auml;lt das Ek&#333;-Haus auch Zulauf von westlichen Buddhisten. Der vom Referenten vermittelte Einblick in den Shin-Buddhismus half dabei, ein sch&auml;rferes Bild vom in NRW ans&auml;ssigen Buddhismus zu erhalten und bot so gleichzeitig auch die Gelegenheit, das Gesamtph&auml;nomen religi&ouml;ser Pluralit&auml;t in der Region besser zu erfassen. &nbsp;<br /><br />Text: Mathias Schneider</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Workshop zu interkultureller Mediation]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/workshop-zu-interkultureller-mediation]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/workshop-zu-interkultureller-mediation#comments]]></comments><pubDate>Mon, 04 Nov 2019 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/workshop-zu-interkultureller-mediation</guid><description><![CDATA[       Um die Problemlagen und m&ouml;glichen Konfliktfelder, die sich in multikulturellen und multireligi&ouml;sen Gesellschaften ergeben, auch aus einer praktischen Perspektive kennenzulernen, haben sich die RePliR-Doktorand*innen und weitere Teilnehmende mit dem Thema der Mediation &ndash; insbesondere der interkulturellen Mediation &ndash; im Rahmen eines Workshops auseinandergesetzt, der von der RePliR-Doktorandin Dilek A. Tepeli organisiert wurde. Von Mediatorin und Trainerin Sylke Hilbig  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/replir-workshop-gruppe2_1_orig.jpeg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Um die Problemlagen und m&ouml;glichen Konfliktfelder, die sich in multikulturellen und multireligi&ouml;sen Gesellschaften ergeben, auch aus einer praktischen Perspektive kennenzulernen, haben sich die RePliR-Doktorand*innen und weitere Teilnehmende mit dem Thema der Mediation &ndash; insbesondere der interkulturellen Mediation &ndash; im Rahmen eines Workshops auseinandergesetzt, der von der RePliR-Doktorandin Dilek A. Tepeli organisiert wurde. Von Mediatorin und Trainerin Sylke Hilbig wurden erste Einblicke in den Arbeitsbereich der Mediation vermittelt, welcher sich insbesondere mit den Entstehungsbedingungen von Konflikten, deren zwischenmenschlicher Dynamik und den pers&ouml;nlichen Einstellungen und Werthaltungen der Konfliktparteien befasst.<br />&nbsp;<br />In einem ersten Schritt wurde aus diesem Grund in Gruppenarbeiten dar&uuml;ber diskutiert, was eigentlich ein Konflikt ist, welche Ausformungen und Spielarten dieser annehmen kann und was die Ursachen von Konflikten sein k&ouml;nnen. In einem zweiten Schritt lernten die Doktorand*innen die Rolle des*der Mediator*in in Konflikten n&auml;her kennen: es geht darum, die Konfliktparteien in ihrer Spurensuche nach den unbewussten, dem Konflikt psychodynamisch zugrundeliegenden Ursachen zu helfen, um zu verstehen, was genau den Konflikt bedingt und wie er gel&ouml;st werden kann. In einem dritten Schritt wurde den Teilnehmenden die f&uuml;nf Phasen der Mediation vermittelt, im Rahmen derer eine langfristige L&ouml;sung des Konflikts durch die Konfliktparteien selbst angestrebt wird. Hierbei wurde betont, wie wichtig es im Mediationsprozess ist, von der Sachebene in tiefere Schichten des Konflikts (unerf&uuml;llte Bed&uuml;rfnisse, Erfahrungen, Erwartungen, Werte etc.) durchzudringen. Ziel dieses Prozesses der Mediation ist eine &bdquo;Win-Win-Situation&ldquo;, die keinen Kompromiss meint, sondern einen Konsens zwischen den Parteien anstrebt. In der letzten Phase des Workshops wurde anhand fiktiver Beispiele die Durchf&uuml;hrung einer Mediation erprobt, indem die Teilnehmenden &uuml;bten, einen realistischen interkulturellen Konflikt zu bew&auml;ltigen.<br />&nbsp;<br />Insgesamt wurde der Workshop als hilfreich f&uuml;r die Erweiterung der eigenen wissenschaftlichen Sichtweise auf Konflikte angesehen und bildete dadurch die transdisziplin&auml;re Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis ab. Interkulturelle Mediation ist ein relevantes Arbeitsgebiet innerhalb des Feldes religi&ouml;ser Pluralit&auml;t. Indem sie zu gegenseitigem Verst&auml;ndnis unterschiedlicher Lebenswelten beitr&auml;gt, kann sie die friedliche Koexistenz verschiedener religi&ouml;ser und s&auml;kularer Gruppen f&ouml;rdern.<br /><br />Text: Dilek A. Tepeli<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht zur Konferenz „Migrantenselbstorganisationen und Engagement – Förderung von Teilhabe und ihre Barrieren“]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-konferenz-migrantenselbstorganisationen-und-engagement-forderung-von-teilhabe-und-ihre-barrieren]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-konferenz-migrantenselbstorganisationen-und-engagement-forderung-von-teilhabe-und-ihre-barrieren#comments]]></comments><pubDate>Sun, 27 Oct 2019 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-konferenz-migrantenselbstorganisationen-und-engagement-forderung-von-teilhabe-und-ihre-barrieren</guid><description><![CDATA[       Am 14. Oktober 2019 fand von 10 bis 17 Uhr im Glaspavillon der Universit&auml;t Duisburg-Essen ein Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Fachpraxis und Migrantenselbstorganisationen (MSO) zur Bedeutung von deren Rollen und Bedarfen als zivilgesellschaftliche Akteure statt.&nbsp; Die Veranstaltung wurde vom Zentrum f&uuml;r zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) in Kooperation mit der Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) durchgef&uuml;hrt. Die [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/bild.jpg?1573114939" alt="Bild" style="width:404;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font color="#2a2a2a">Am 14. Oktober 2019 fand von 10 bis 17 Uhr im Glaspavillon der Universit&auml;t Duisburg-Essen ein Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Fachpraxis und Migrantenselbstorganisationen (MSO) zur Bedeutung von deren Rollen und Bedarfen als zivilgesellschaftliche Akteure statt.&nbsp; Die Veranstaltung wurde vom Zentrum f&uuml;r zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) in Kooperation mit der Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) durchgef&uuml;hrt. Die RePliR-Doktorandin Anna Wiebke Klie war f&uuml;r die Konzeption der Veranstaltung verantwortlich und unterst&uuml;tzte bei ihrer Organisation.<br /><br />Dem Programm entsprechend waren auch die einzelnen Beitr&auml;ge thematisch sehr vielf&auml;ltig. Durch die wissenschaftlichen Vortr&auml;ge wurde in der Summe unterstrichen, dass die Pflege der Herkunftskultur sowie aufnahmelandbezogene, integrative Ausrichtungen in der Mehrzahl der MSO miteinander einhergehen und keine Ausschlie&szlig;ungskriterien darstellen. Gleichwohl kritisierte der Journalist Eren G&uuml;vercin die Einflussnahme einer t&uuml;rkischen nationalistischen &bdquo;Diaspora&ldquo;-Politik, die bisherige &Ouml;ffnungskurse in der muslimischen Verb&auml;ndelandschaft unterminiere und innerhalb der Verb&auml;nde f&uuml;r Interessenkonflikte und letztlich Abwendungen von jungen, sozial engagierten Menschen f&uuml;hre.<br /><br />Konsens herrschte dar&uuml;ber, dass das in migrantischen Communities so wichtige informelle &bdquo;stille&ldquo; Engagement, das viel &bdquo;im Verborgenen&ldquo; stattfinde und daher empirisch schwer sichtbar zu machen sei, eine enorme Kraft darstelle. Inwieweit diese Ressource in aufnahmegesellschaftliche Strukturen, wie etwa der Gesundheitsversorgung, der Altenpflege oder der Betreuung demenziell Erkrankter, eingebunden werden k&ouml;nnte, blieb eine weitgehend unbeantwortete Frage. Als zentrale Herausforderungen wurden gro&szlig;e &Auml;ngste, Schamgef&uuml;hle, disparate kulturspezifische Umgangsformen mit Gesundheitsfragen sowie mangelhafte interkulturelle &Ouml;ffnungsprozesse angef&uuml;hrt. Hier zeigt sich der weiterhin gro&szlig;e Bedarf von Aufkl&auml;rung sowie des Abbaus von Hemmschwellen.<br /><br />Anhand der Wortbeitr&auml;ge der aus der Politik eingeladenen Referent*innen wurde deutlich, dass hinsichtlich der Handhabung der finanziellen F&ouml;rderung von MSO auf Landes- und Bundesebene unterschiedliche Logiken bestehen. W&auml;hrend in NRW jeder Verein mit MSO-Eigenschaften und integrativen T&auml;tigkeiten &ndash; und damit auch MSO, die sich als Religionsgemeinschaften verstehen &ndash; gef&ouml;rdert werden k&ouml;nnen, verh&auml;lt es sich auf Bundesebene anders. Hier wurden im Vergleich zwischen den Richtlinien von Bundesinnenministerium (BMI) bzw. dem Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge und dem Bundesfamilienministerium unterschiedliche religionspolitische Haltungen deutlich. So sieht sich das BMI aufgrund der verfassungsm&auml;&szlig;igen Trennung von Staat und Kirche lediglich dazu befugt, s&auml;kulare MSO zu f&ouml;rdern. Diesbez&uuml;glich zeigt sich das Bundesfamilienministerium hingegen offener und hat in den vergangenen Jahren u. a. auch D&#304;T&#304;B gef&ouml;rdert.<br /><br />Viele Anwesende &auml;u&szlig;erten hinsichtlich der Nicht-F&ouml;rderung religi&ouml;ser MSO ihr Unverst&auml;ndnis, schlie&szlig;lich h&auml;tten viele religi&ouml;se MSO eine starke zivilgesellschaftliche Schlagseite, die Integrationsprozesse vorantreibe. Dieser Aspekt wurde auch auf der die Konferenz abschlie&szlig;enden Podiumsdiskussion nochmals aufgegriffen: Hier wurde auf die Existenz einer Schieflage verwiesen, da die beiden etablierten christlichen Kirchen bevorzugt w&uuml;rden. Die verfassungsm&auml;&szlig;ig vorgeschriebene &Auml;quidistanz werde somit nicht eingel&ouml;st und eine Gleichstellung sei gerechtfertigt und anzustreben.<br /><br />Insgesamt wurde im Rahmen der Veranstaltung deutlich, dass trotz eines anhaltenden Paradigmenwechsels und einer wohlwollenden Anerkennung der MSO seitens nicht-migrantischer Organisationen zuk&uuml;nftig noch mehr passieren m&uuml;sse. Nach wie vor best&uuml;nden gegenseitige Vorbehalte und Verst&auml;ndigungsprobleme. Daher m&uuml;sse verst&auml;rkt daran gearbeitet werden, sich n&auml;herzukommen und aufeinander zuzugehen. Die Mitwirkenden waren sich dar&uuml;ber einig, dass das Streben nach mehr Anerkennung und gegenseitigem Respekt eine Aufgabe aller beteiligten Akteure <em>mit</em> und <em>ohne</em> Zuwanderungshintergrund darstellt; zugleich wurde aber auch unterstrichen, dass es sich dabei um einen gesamtgesellschaftlich weiterhin aktiv voranzutreibenden Prozess handelt.<br /><br />Text: Anna Wiebke Klie</font><br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht zum Praxisworkshop: Jugend und religiös-kulturelle Identitäten: Türkeistämmige Jugendliche, heterogene Herkunftslandbezüge und ihre gesellschaftliche Teilhabe]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/july-15th-2019]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/july-15th-2019#comments]]></comments><pubDate>Mon, 15 Jul 2019 05:27:11 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/july-15th-2019</guid><description><![CDATA[Am Donnerstag, den 11.7.2019 kamen 20 PraktikerInnen aus der Jugendarbeit in den R&auml;umlichkeiten des IFAK e.V., dem Verein f&uuml;r multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe sowie Migrationsarbeit, zusammen, um sich mit Identit&auml;t und Adoleszenz auseinanderzusetzen.Angeleitet durch die RePliR-Doktorandinnen Dilek Tepeli und Martina Loth versetzten die Teilnehmenden sich zun&auml;chst gedanklich in ihre eigene Jugendzeit zur&uuml;ck: "Wie sah das bei mir mit Freundschaften so aus?"; "Zu wel [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Am Donnerstag, den 11.7.2019 kamen 20 PraktikerInnen aus der Jugendarbeit in den R&auml;umlichkeiten des IFAK e.V., dem Verein f&uuml;r multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe sowie Migrationsarbeit, zusammen, um sich mit Identit&auml;t und Adoleszenz auseinanderzusetzen.<br /><br />Angeleitet durch die RePliR-Doktorandinnen Dilek Tepeli und Martina Loth versetzten die Teilnehmenden sich zun&auml;chst gedanklich in ihre eigene Jugendzeit zur&uuml;ck: "Wie sah das bei mir mit Freundschaften so aus?"; "Zu welchen Gruppen wollte ich dazugeh&ouml;ren, zu welchen nicht?". Dabei wurde deutlich, dass jede/r sich selbst mal als abweichend von einer Identit&auml;tsnorm wahrgenommen hat, mal als Person, mal als Mitglied einer kulturellen oder sozialen Gruppe. Durch das Zur&uuml;ckerinnern an eigene biographische Erfahrungen in der sensiblen Phase der Adoleszenz konnten die Teilnehmenden sich in die Situation ihrer Jugendlichen hineinf&uuml;hlen und auf das Thema des Workshops einstimmen.<br /><br />Danach r&uuml;ckten theoretische Konzepte in den Fokus: psychosoziale Folgen und kollektive Verletzungsverh&auml;ltnisse am Beispiel der AlevitInnen und SunnitInnen in Deutschland. Die durch Unterdr&uuml;ckung gepr&auml;gte Geschichte der AlevitInnen f&uuml;hrt sich bis in die Gegenwart und bis in die Diaspora in Deutschland fort. Es kommt zu Ausgrenzung und Stigmatisierung, aber auch zu Gegenstigmatisierung. Der dadurch gepr&auml;gte kollektive Habitus kann die Identit&auml;t eines Individuums dabei bedeutend mitbestimmen.<br />&nbsp;<br />Anhand von Interviewtranskripten aus den Forschungen der RePliR-Doktorandinnen schauten die PraktikerInnen sich dann an, wie Jugendliche im Alltag (Gruppen-)Grenzziehungen erleben und aktiv oder passiv Teil davon sind. Hierbei ging es neben AlevitInnen und SunnitInnen bspw. auch um innersunnitische Abgrenzungen aufgrund von "modern" und "traditionell", Abgrenzungsaspekte zwischen den Generationen sowie das Nicht-Thematisieren oder Schweigen seitens der Eltern bez&uuml;glich vulnerabler Themen wie eigene Verfolgungserfahrungen oder Zugeh&ouml;rigkeit zu einer ethnischen/religi&ouml;sen Minderheit.<br /><br />Das Feedback der PraktikerInnen zeigte, dass die Teilnehmenden ihre eigene praktische Arbeit vor dem Hintergrund der theoretischen Perspektive neu reflektieren und einordnen konnten und so mit neuen, f&uuml;r die Praxisarbeit relevanten Ideen zur&uuml;ck in ihre Arbeitsfelder gehen konnten. Auch wurde durch die theoretische Thematisierung von Identit&auml;t und kollektiver Verletzung und Stigmatisierung deutlich, dass Grenzziehungspraktiken und Abweichungen Teil von Identit&auml;t und Intergruppenbeziehungen sind.<br /><br />Der Workshop kann als eine erfolgreiche Umsetzung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Praxis bewertet werden, indem in der sozialen Wirklichkeit gewonnene empirische Daten und deren Interpretation zu neuem theoretischen Wissen mittlerer Reichweite f&uuml;hren und dieses in die praktische Arbeit der Sozialarbeiter/innen wieder r&uuml;ckgebunden werden konnte.<br /><br />Text: Dilek Tepeli und Martina Loth<br /></font></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[RePliR-Klausurtagung: Praxisworkshop]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-replir-klausurtagung]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-replir-klausurtagung#comments]]></comments><pubDate>Wed, 10 Jul 2019 07:10:03 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-replir-klausurtagung</guid><description><![CDATA[       Um eine besondere Form des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis ging es bei der dritten Klausurtagung des Forschungskollegs RePliR am 4. und 5. Juli im Haus Mariengrund in M&uuml;nster. Die Doktoranden, PIs und Praxispartner begaben sich dort (unterst&uuml;tzt von einer nat&uuml;rlich-westf&auml;lisch ruhigen Atmosph&auml;re) in Klausur, um an ihrem gemeinsamen Projekt, einem Praxishandbuch zur Regulierung religi&ouml;ser Pluralit&auml;t, zu arbeiten.Grundlage der Tagung waren die i [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/klausurtagung-2019_1_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Um eine besondere Form des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis ging es bei der dritten Klausurtagung des Forschungskollegs RePliR am 4. und 5. Juli im Haus Mariengrund in M&uuml;nster. Die Doktoranden, PIs und Praxispartner begaben sich dort (unterst&uuml;tzt von einer nat&uuml;rlich-westf&auml;lisch ruhigen Atmosph&auml;re) in Klausur, um an ihrem gemeinsamen Projekt, einem Praxishandbuch zur Regulierung religi&ouml;ser Pluralit&auml;t, zu arbeiten.<br /><br />Grundlage der Tagung waren die im Vorfeld verfassten Handbuchbeitr&auml;ge der Doktoranden, in denen sie aus der Sicht ihrer jeweiligen Dissertationsprojekte Perspektiven und Empfehlungen an die Praxis formuliert hatten. Diskutiert wurden die Beitr&auml;ge dann in gemeinsamer Runde in der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis: Zum einen konnten die PIs den Doktoranden aus ihrer langj&auml;hrigen akademischen Erfahrung konstruktive Hinweise geben, zum anderen konnten die Beitr&auml;ge von den anwesenden Praxispartnern mit Hilfe ihrer wertvollen Expertise aus den jeweiligen Praxisbereichen begutachtet werden.<br /><br />Inhaltlich decken die Handbuchartikel ein breites Spektrum praktisch relevanter Handlungsfelder ab: Themen sind die Frage nach Religion in Gesundheits- und Tendenz-betrieben, die Pr&auml;sentation von Religion im medialen Feld der Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine, die Herausforderungen religi&ouml;ser Pluralit&auml;t in Politik und Verwaltung sowie im Bildungsbereich bis hin zur Religion in verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft wie etwa Migrantenselbstorganisationen oder im Feld des interreligi&ouml;sen Dialogs.<br /><br />Das Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit darf in B&auml;lde erwartet werden: Zur Final Conference im Fr&uuml;hjahr n&auml;chsten Jahres soll das fertige Praxishandbuch vorliegen, in dem die vereinten Perspektiven von Wissenschaft und Praxis hoffentlich vielen Lesern Anregungen f&uuml;r ihre eigene Arbeit geben k&ouml;nnen.</font><br /><br /><font size="2">Text: Mathias Schneider<br />Foto: Andr&eacute; Kastilan </font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA["Der christlich-islamische Dialog in Deutschland." Bericht zum Abendvortrag und zur Meisterklasse mit Gritt Klinkhammer]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/der-christlich-islamische-dialog-in-deutschland-bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-gritt-klinkhammer]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/der-christlich-islamische-dialog-in-deutschland-bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-gritt-klinkhammer#comments]]></comments><pubDate>Tue, 02 Apr 2019 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/der-christlich-islamische-dialog-in-deutschland-bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-gritt-klinkhammer</guid><description><![CDATA[       Der christlich-islamische Dialog von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Netzwerken stellt seit einigen Jahrzehnten einen besonderen Begegnungsraum dar und hat vor allem im Nachgang des 11. Septembers 2001 auch von politischer Seite ein gro&szlig;es Interesse erfahren. Diesem Thema waren am 2. und 3. April 2019 ein &ouml;ffentlicher Abendvortrag und eine Masterclass gewidmet, f&uuml;r die jeweils die Bremer Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Gritt Klinkhammer von David R&uuml;schens [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/20190403-133518.jpg?1564052008" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Der christlich-islamische Dialog von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Netzwerken stellt seit einigen Jahrzehnten einen besonderen Begegnungsraum dar und hat vor allem im Nachgang des 11. Septembers 2001 auch von politischer Seite ein gro&szlig;es Interesse erfahren. <br /><br /></font><font size="2"><font size="3">Diesem Thema waren am 2. und 3. April 2019 ein &ouml;ffentlicher Abendvortrag und eine Masterclass gewidmet, f&uuml;r die jeweils die Bremer Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Gritt Klinkhammer von David R&uuml;schenschmidt eingeladen wurde. Gritt Klinkhammer befasst sich mit dem Thema des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland und untersucht aus religionswissenschaftlicher Perspektive dessen Dimensionen. Der Abendvortrag stand unter der Leitfrage: &bdquo;Der christlich-islamische Dialog in Deutschland. Religionisierung von Integration, Politisierung von Religion oder einfach frommes Handeln?&ldquo; und fokussierte diese unterschiedlichen Dimensionen.<br /><br />Zun&auml;chst stellte David R&uuml;schenschmidt das Forschungskolleg RePliR vor und bot kurze Einblicke in die Vor- und Entstehungsgeschichte christlich-islamischer Dialoginitiativen in Deutschland, bevor Gritt Klinkhammer Erkenntnisse aus ihrer langj&auml;hrigen religionswissenschaftlichen Forschung zum Thema pr&auml;sentierte. Dabei ging sie auch auf Ziele der Dialoginitiativen ein. Zu diesen z&auml;hlten h&auml;ufig die F&ouml;rderung friedlicher Koexistenz, Integration und gemeinsamer Werte. Dabei sei die Praxis des Dialogs bisweilen Selbstzweck und werde bereits als Realisierung der Ziele angesehen.<br /><br />Anschlie&szlig;end ging Gritt Klinkhammer n&auml;her auf die individualbiographischen Hintergr&uuml;nde der Teilnehmenden ein, die jeweils durch generationale Erfahrungen vorgepr&auml;gt seien. Neben friedensethischen und politischen Motiven waren Dialogaktivit&auml;ten f&uuml;r muslimische Teilnehmende eine Gelegenheit, ihren Antifundamentalismus zu belegen. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte das Plenum &uuml;ber den Zusammenhang von Dialog und Integration sowie &uuml;ber Zukunftsperspektiven des christlich-islamischen Dialogs.<br /><br />Bei der Masterclass am Folgetag bot sich die Gelegenheit f&uuml;r die RePliR-Promovierenden, Gritt Klinkhammers Thesen und Forschungsergebnisse vertiefend zu diskutieren, vor allem in Bezug auf Grenzziehungen und Grenzverschiebungen, Integration und den Zugriff politischer Akteure auf den Dialog.</font><br /><br />Text: David R&uuml;schenschmidt </font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Religiöse Pluralität und vielfache religiöse Identitäten: RePliR auf der Jahreskonferenz der European Association for the Study of Religions (EASR) in Bern]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religiose-pluralitat-und-vielfache-religiose-identitaten-replir-auf-der-jahreskonferenz-der-european-association-for-the-study-of-religions-easr-in-bern]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religiose-pluralitat-und-vielfache-religiose-identitaten-replir-auf-der-jahreskonferenz-der-european-association-for-the-study-of-religions-easr-in-bern#comments]]></comments><pubDate>Wed, 20 Jun 2018 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/religiose-pluralitat-und-vielfache-religiose-identitaten-replir-auf-der-jahreskonferenz-der-european-association-for-the-study-of-religions-easr-in-bern</guid><description><![CDATA[       Eine besondere M&ouml;glichkeit zur interdisziplin&auml;ren Arbeit ergab sich f&uuml;r einige Doktorandinnen und Doktoranden des Forschungskollegs auf der 16. Jahreskonferenz der European Association for the Study of Religions (EASR), die vom 17.-21. Juni in Bern stattfand. Unter dem Titel &bdquo;Multiple Religious Identities &ndash; Individuals, Communities, Traditions&rdquo; fanden sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus einem internationalen Kontext zusammen, um ihre Forschun [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/gruppenbild-bern-fur-bericht_1_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Eine besondere M&ouml;glichkeit zur interdisziplin&auml;ren Arbeit ergab sich f&uuml;r einige Doktorandinnen und Doktoranden des Forschungskollegs auf der 16. Jahreskonferenz der <a href="http://www.easr.info/" target="_blank"><em>European Association for the Study of Religions </em>(EASR)</a>, die vom <a href="http://www.easr2018.org/" target="_blank">17.-21. Juni in Bern</a> stattfand. Unter dem Titel &bdquo;Multiple Religious Identities &ndash; Individuals, Communities, Traditions&rdquo; fanden sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus einem internationalen Kontext zusammen, um ihre Forschungen zum &uuml;bergeordneten Thema globaler und nationaler religi&ouml;ser Pluralit&auml;t zu pr&auml;sentieren. F&uuml;r die Kollegiaten und Kollegiatinnen von RePliR Linda Hennig, Martina Loth, Aysel Tepeli, Susanne Stentenbach-Petzold, David R&uuml;schenschmidt und Mathias Schneider sowie die Kollegskoordinatorin Sarah Jahn ergab sich so eine gute Gelegenheit, sich in einem internationalen Rahmen auszutauschen und eigene Arbeiten zum Thema religi&ouml;ser Pluralit&auml;t einzubringen.  <br /><br />Unter dem Titel &bdquo;Regulating Religious Plurality&rdquo; hatten Linda Hennig, Sarah Jahn, David R&uuml;schenschmidt und Mathias Schneider im Vorfeld der Tagung einen &bdquo;Call for Papers&ldquo; gestartet, um Forschende aus unterschiedlichen L&auml;ndern zusammenzubringen, die sich mit Regulierungsfragen besch&auml;ftigen. Aufgrund einiger vielversprechender Abstracts von Forschenden, die in verschiedenen regionalen bzw. nationalen Kontexten zum Umgang mit religi&ouml;ser Pluralit&auml;t arbeiten, konnte das Panel mit zwei Sitzungen an den Start gehen. Sarah Jahn &uuml;bernahm die Leitung des Panels und stellte den angesichts der Gr&ouml;&szlig;e der EASR-Tagung doch zahlreicher als erwartet erschienenen Zuh&ouml;renden zun&auml;chst das Forschungskolleg RePliR und m&ouml;gliche Perspektiven auf die Frage der Regulierung vor. <br /><br />In der ersten Sitzung beleuchtete zun&auml;chst Julia Mart&iacute;nez-Ari&ntilde;o (Universit&auml;t Groningen, Niederlande) die Rolle religi&ouml;ser Akteure in urbanen Kontexten des durch das politische Prinzip der Laizit&auml;t gepr&auml;gten Frankreich. Sie machte am Beispiel von lokalen &bdquo;Councils&ldquo; in drei franz&ouml;sischen St&auml;dten unter anderem deutlich, wie die religi&ouml;sen Akteure zu Partnern der lokalen Governance werden. Hajer Ben Hadj Salem (Tunis University, Tunesien) richtete eine eher politikwissenschaftliche und historische Perspektive auf das Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften in den USA. Sie befragte jeweils auch das historisch gepr&auml;gte Verst&auml;ndnis von Pluralit&auml;t. <br /><br />Den Abschluss der ersten Sitzung bildete der Vortrag der RePliR-Doktorandin Linda Hennig, die sich mit dem Umgang mit Religiosit&auml;t, religi&ouml;ser Zugeh&ouml;rigkeit und daraus ergebenden Zuschreibungsprozessen in Ausbildungs- und Arbeitsorganisationen auseinandersetzte. Insgesamt zeigte sich bereits im ersten Panel, dass Regulierung ein sehr weites Feld darstellt und die begrifflichen Konzeptionen stark voneinander abweichen k&ouml;nnen. An den empirischen Beispielen wurden die M&ouml;glichkeiten produktiver Kooperation deutlich, die sich zwischen Akteuren vor allem auf lokaler oder organisationsinterner Ebene ergeben. <br /><br />Die zweite Sitzung wurde mit dem Vortrag des RePliR-Doktoranden Mathias Schneider er&ouml;ffnet, der das regulative Potential des religi&ouml;sen Dialogs am Beispiel des japanischen Zen-Buddhisten D.T. Suzuki thematisierte. Er legte dar, wie theologische Interpretationen des religi&ouml;s Anderen entstehen und welche Wirkung sie entfalten, etwa die wechselseitige Transformation. <br /><br />Anschlie&szlig;end ging RePliR-Doktorand David R&uuml;schenschmidt der Frage nach, inwieweit der christlich-muslimische Dialog als Form der Regulierung verstanden werden kann. Er setzte historische Beispiele wie christliche Missionsaktivit&auml;ten oder eine christlich-muslimische Friedensinitiative mit theoretischen &Uuml;berlegungen zu Regulierung ins Verh&auml;ltnis. Den Abschluss des Panels bildete der Vortrag von Tomas Axelson (Dalarna University, Schweden) &uuml;ber interreligi&ouml;se &bdquo;Councils&ldquo; in Schweden. Erneut wurden die Potentiale der Kooperation in einem lokalen Setting hervorgehoben, aber auch die Herausforderungen, die schon allein in der Entscheidung bestehen, welche Akteure in die Zusammenarbeit einbezogen werden und welche nicht. In der anschlie&szlig;enden Diskussion wurde deutlich, dass es eine besondere Herausforderung darstellt, die Perspektive der Regulierung auf konkrete empirische Forschungsarbeiten zu richten. <br /><br /> Auch die Doktorandinnen Martina Loth und Aysel Tepeli brachten sich mit ihren Dissertationsthemen auf der Konferenz ein, und zwar im Panel &bdquo;Prayer, Pop and Politics. Researching post-migrant religious youth culture&ldquo;, das von Astrid Mattes (Universit&auml;t Wien) organisiert wurde. Die &uuml;bergreifende Frage des Panels richtete sich an das religi&ouml;se Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und wie diese Religion als Ressource f&uuml;r gesellschaftliches Engagement und Teilhabe nutzen. Gleichzeitig wurde ein intersektionales Verst&auml;ndnis von Zugeh&ouml;rigkeit zugrunde gelegt, dass die vielschichtigen Mehrfachzugeh&ouml;rigkeiten der Jugend ber&uuml;cksichtigt und auch soziale Ungleichheiten in den Blick nimmt. Die interdisziplin&auml;ren Forscher und Forscherinnen stellten eigene Projekte zu (&uuml;berwiegend muslimischen) Jugendlichen und die Bedeutung von Religion in ihrem Alltag vor. Giulia Evolvi zeigte anhand ihres Projekts &bdquo;#NoussommesUnis. Example of digital engagement of young Muslims&ldquo; beispielsweise auf, wie junge Muslime und Musliminnen in Frankreich durch digitales Engagement die Stigmatisierung von Muslimen als Terroristen abzubauen versuchten. Die Kollegiatinnen Martina Loth und Aysel Tepeli, die sich mit der konfessionellen Binnendifferenzierung von Muslimen befassen, diskutierten die interne Pluralit&auml;t alevitischer Identit&auml;t und zeigten am empirischen Material auf, dass Religionszugeh&ouml;rigkeiten auch nicht-religi&ouml;se Selbstverst&auml;ndnisse umfassen k&ouml;nnen und auf welch unterschiedliche Weise Religion in der Identit&auml;tskonstruktion erfahren werden kann. So stellt die plurale alevitische Identit&auml;t in ihrer Binnendifferenzierung die Frage nach religi&ouml;sem Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Frage, da auch nicht religi&ouml;se Aleviten und Alevitinnen sich engagieren, ohne sich deshalb als religi&ouml;s verstehen zu m&uuml;ssen. <br /><br /> Die vielen verschiedenen Impulse der Tagung waren f&uuml;r die Doktorandinnen und Doktoranden eine sehr gewinnbringende Erfahrung. Nicht nur die aktive Teilnahme an der Tagung, sondern auch das Zusammensein vor der Kulisse Berns trugen zu einer sch&ouml;nen gemeinsamen Reise bei, die den Zusammenhalt der Kollegiatinnen und Kollegiaten untereinander st&auml;rkte. <br /><br />Text: Linda Hennig, Mathias Schneider, Aysel Tepeli  <br /></font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht zum Abendvortrag und zur Meisterklasse mit Ulrike Popp-Baier]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-ulrike-popp-baier]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-ulrike-popp-baier#comments]]></comments><pubDate>Tue, 29 May 2018 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-und-zur-meisterklasse-mit-ulrike-popp-baier</guid><description><![CDATA[       Die Religionspsychologin Ulrike Popp-Baier (Universit&auml;t Amsterdam) war am 29. und 30. Mai zu Gast im Forschungskolleg RePliR.Sie folgte der Einladung von Aysel Tepeli.Der Abendvortrag zum Thema "Religion und was sonst noch z&auml;hlt. Psychologische Studien zu moralischen Imaginationen und religi&ouml;sen Pluralismen bei jungen Erwachsenen in den Niederlanden" befasste sich aus religionspsychologischer Perspektive mit Fragen moralischer Orientierungen von jungen Menschen unterschiedl [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/img-6283.jpg?1564052927" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Die Religionspsychologin Ulrike Popp-Baier (Universit&auml;t Amsterdam) war am 29. und 30. Mai zu Gast im Forschungskolleg RePliR.Sie folgte der Einladung von Aysel Tepeli.<br /><br />Der Abendvortrag zum Thema "Religion und was sonst noch z&auml;hlt. Psychologische Studien zu moralischen Imaginationen und religi&ouml;sen Pluralismen bei jungen Erwachsenen in den Niederlanden" befasste sich aus religionspsychologischer Perspektive mit Fragen moralischer Orientierungen von jungen Menschen unterschiedlichster Religionszugeh&ouml;rigkeit. In dem Vortrag stellte Ulrike Popp-Baier erste vorl&auml;ufige Befunde ihrer Analyse von 31 narrativen Interviews vor. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte das Plenum intensiv &uuml;ber Fragen religi&ouml;ser und nicht religi&ouml;ser Orientierungen, sowie &uuml;ber diese hinausgehende, geteilte moralische Orientierungen der jungen Erwachsenen.<br /><br />F&uuml;r die Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierenden der Religionswissenschaft und Sozial- und Kulturpsychologie war die Veranstaltung aus methodischer und inhaltlicher Perspektive besonders wertvoll und interessant, da die Ergebnisse der Studie insbesondere auch die Gemeinsamkeiten zwischen den jungen Erwachsenen herausstellt.<br /><br />Am darauf folgenden Tag hatten die Doktorand*innen des Kollegs die M&ouml;glichkeit gemeinsam mit Ulrike Popp-Baier Material zu analysieren. Dabei wurde ein Ausschnitt eines narrativen Interviews aus dem Projekt von Aysel Tepeli in der Gruppe analysiert. Insgesamt wurden die Veranstaltung und der Vortrag im Hinblick auf das Oberthema des Kollegs als eine bereichernde Perspektive wahrgenommen, die daran erinnert, den Blick im Rahmen von Diversit&auml;t und Pluralit&auml;t auch auf das Verbindende zwischen Menschen zu richten.</font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht  zum Abendvortrag “Doing Common Things from Specific Places. Using  Deweyan Pragmatism for Analysing Social Participation of European  Muslims” mit Anne-Sophie Lamine]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-doing-common-things-from-specific-places-using-deweyan-pragmatism-for-analysing-social-participation-of-european-muslims-mit-anne-sophie-lamine]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-doing-common-things-from-specific-places-using-deweyan-pragmatism-for-analysing-social-participation-of-european-muslims-mit-anne-sophie-lamine#comments]]></comments><pubDate>Sun, 11 Feb 2018 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zum-abendvortrag-doing-common-things-from-specific-places-using-deweyan-pragmatism-for-analysing-social-participation-of-european-muslims-mit-anne-sophie-lamine</guid><description><![CDATA[       Wie sich die gesellschaftliche Teilhabe von Muslimen in Europa erforschen l&auml;sst, war die zentrale Frage des Abendvortrages vom 6. Februar 2018, der von Linda Hennig vom Forschungskolleg RePliR organisiert wurde. Prof. Dr. Dr. Anne-Sophie Lamine von der Universit&auml;t Stra&szlig;burg stellte hierzu Ihren pragmatistischen Forschungsansatz vor.  Die Soziologin stellte zun&auml;chst die Denkschule des amerikanischen Pragmatismus mit seinen Hauptvertretern Charles Sanders Peirce, Willia [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/img-5267.jpg?1564055200" alt="Bild" style="width:327;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Wie sich die gesellschaftliche Teilhabe von Muslimen in Europa erforschen l&auml;sst, war die zentrale Frage des Abendvortrages vom 6. Februar 2018, der von<font color="#2a2a2a"> Linda Hennig vom Forschungskolleg RePliR organisiert wurde. </font><a href="http://sspsd.u-strasbg.fr/Lamine.html" target="_blank"><font color="#2a2a2a">Prof.</font> <font color="#3f3f3f">Dr. Dr. Anne-Sophie Lamine</font></a> von der Universit&auml;t Stra&szlig;burg stellte hierzu Ihren pragmatistischen Forschungsansatz vor. <br /><br /> Die Soziologin stellte zun&auml;chst die Denkschule des amerikanischen Pragmatismus mit seinen Hauptvertretern Charles Sanders Peirce, William James, George Herbert Mead und John Dewey vor. Anschlie&szlig;end skizzierte sie ihren eigenen am Pragmatismus angelehnten Ansatz einer Sozio-Anthropologie des Glaubens, von Werten und Idealen sowie des Gemeinwohls, bei dem sie sich haupts&auml;chlich auf John Dewey st&uuml;tzt. Dabei w&uuml;rden sie weniger die religionsbezogenen Schriften des &auml;u&szlig;erst schreibproduktiven Pragmatisten inspirieren, sondern vielmehr Schriften wie &bdquo;Kunst als Erfahrung&ldquo; oder &bdquo;The Public and its Problems&ldquo;. Prof. Lamine machte in ihrem Vortrag deutlich, dass soziologisch-empirische Forschung durch den Bezug auf den pragmatistischen Klassiker an Erkenntnissen gewinnen kann. <br /><br /> In der gesellschaftlichen Wahrnehmung, aber auch in wissenschaftlichen Diskursen, so gab Prof. Lamine zu bedenken, w&uuml;rden die Handlungen von Akteuren mit einer von der Mehrheit abweichenden (religi&ouml;sen oder ethischen) Identit&auml;t h&auml;ufig unter der Pr&auml;misse interpretiert werden, dass damit spezifische, d.h. aus der spezifischen Zugeh&ouml;rigkeit resultierende Interessen verfolgt werden. Entsprechend dem Prinzip &bdquo;ideology implies action&ldquo; w&uuml;rden etwa Musliminnen, die an franz&ouml;sischen Str&auml;nden einen Burkini tragen, nicht als Badeg&auml;ste, so wie andere Strandbesucher auch, sondern als Vertreterinnen des politischen Islams wahrgenommen werden. <br /><br />Dagegen w&uuml;rde sich mit pragmatistischen Ans&auml;tzen das gemeinwohlorientierte Handeln solcher Akteure analysieren lassen. Prof. Lamine beschrieb ihre am Pragmatismus angelehnte Methode, die sich an der Handlungspraxis orientiert, die Relevanz des Kontexts sowie die Temporalit&auml;t von Handlung einbezieht und das Normative als etwas Soziales betrachtet. Die Forscherin stellte dazu ihre Untersuchung zum muslimischen Onlinemedium &bdquo;Saphirnews&ldquo; vor, welches eben keine Plattform von einer Minderheit f&uuml;r eine Minderheit darstelle, sondern sich an professionsspezifischen, d.h. journalistischen, Standards orientiere und als Medium wie jedes andere, wenn auch von einem spezifischen Ort aus, mit der Berichterstattung einen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten wolle. Neben dem Bereitstellen von Informationen best&uuml;nde das Anliegen der Journalist_innen auch darin, zu einer &bdquo;Normalisierung&ldquo; von Diskursen &uuml;ber Muslime beizutragen.<br /><br />Die Doktorand_innen des Forschungskollegs RePliR erhielten durch den Vortrag einige Impulse f&uuml;r ihre eigene Forschungsarbeit, in der sie immer wieder feststellen, dass in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung der Einfluss der Religion auf das allt&auml;gliche Handeln bei Angeh&ouml;rigen von Minderheitenreligionen h&auml;ufig &uuml;bersch&auml;tzt wird, ganz im Sinne des von der Referentin aufgezeigten Prinzips &bdquo;ideology implies action&ldquo;. Da sich die in den Forschungsprojekten untersuchten Gl&auml;ubigen h&auml;ufig zu Integrationserfordernissen oder zu Stigmatisierungen ins Verh&auml;ltnis setzen m&uuml;ssen, wird der Blick auf den Glauben als umfassendes sozio-anthropologisches Ph&auml;nomen, entsprech-end dem Ansatz von Prof. Lamine, h&auml;ufig erschwert. Die von der Referentin charakter-isierten Erfahrungsdimensionen religi&ouml;ser Praxis &ndash; das Streben nach Idealen, das Praktizieren von Selbst-Disziplin und die Erfahrung von Gemeinschaft &ndash; k&ouml;nnen daher den wissen-schaftlichen Blick auf Religiosit&auml;t sch&auml;rfen.  <br /><br />In der abschlie&szlig;enden Diskussion wurde aber auch deutlich wie unterschiedlich das Begriffsverst&auml;ndnis, etwa von Differenzierung und Entdifferenzierung, von der einen zur anderen Seite des Rheins sein kann.  <br /><br />Text: Linda Hennig  <br />Foto: Sarah Jahn</font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht zur Buchvorstellung "Governance of Diversity"]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-buchvorstellung-governance-of-diversity]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-buchvorstellung-governance-of-diversity#comments]]></comments><pubDate>Sun, 10 Dec 2017 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-buchvorstellung-governance-of-diversity</guid><description><![CDATA[       Die Frage, welche Strategien dem s&auml;kularen Verfassungsstaat im Umgang mit der zunehmenden kulturellen und religi&ouml;sen Pluralit&auml;t zur Verf&uuml;gung stehen und welche Teile der Religionsverfassung in einer pluralistischen Gesellschaft unverzichtbar sind, stand im Mittelpunkt einer Buchvorstellung, die das Centrum f&uuml;r Religion und Moderne (CRM) am 14. November 2017 veranstaltet hat. Anlass war die Neuerscheinung des Buches "Governance of Diversity" des Juristen Prof. Dr.  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/published/schuppert-2.jpg?1564055443" alt="Bild" style="width:368;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Die Frage, welche Strategien dem s&auml;kularen Verfassungsstaat im Umgang mit der zunehmenden kulturellen und religi&ouml;sen Pluralit&auml;t zur Verf&uuml;gung stehen und welche Teile der Religionsverfassung in einer pluralistischen Gesellschaft unverzichtbar sind, stand im Mittelpunkt einer Buchvorstellung, die das Centrum f&uuml;r Religion und Moderne (CRM) am 14. November 2017 veranstaltet hat. <br /><br />Anlass war die Neuerscheinung des Buches "Governance of Diversity" des Juristen Prof. Dr. Folke Gunnar Schuppert in der Schriftenreihe "Religion und Moderne", die im Auftrag des CRM beim Campus Verlag erscheint. Neben dem Autor kamen der Jurist Prof. Dr. Hinnerk Wi&szlig;mann (Westf&auml;lische Wilhelms-Universit&auml;t), der Politikwissenschaftler PD Dr. Oliver Hidalgo (Universit&auml;t Regensburg) und die Sozialwissenschaftlerin Dr. Yasemin El-Menouar (Bertelsmann Stiftung G&uuml;tersloh) mit Kommentaren zu Wort. <br /><br /> Nachdem der Autor in seinem Eingangsstatement vornehmlich skizziert hatte, &uuml;ber welche Lebensstationen er dazu gekommen war, die kulturelle und religi&ouml;se Diversit&auml;t s&auml;kularer Gesellschaften durch die &bdquo;Governance-Brille&ldquo; zu betrachten, war es Aufgabe der Kommentatoren, dem Publikum das Buch und seinen Inhalt vorzustellen und es kritisch zu w&uuml;rdigen. Hinnerk Wi&szlig;mann lobte zun&auml;chst grunds&auml;tzlich das Lebenswerk seines Fachkollegen Schuppert, der immer wieder mit viel &bdquo;Unerschrockenheit&ldquo; neue Denkans&auml;tze aus anderen Disziplinen in die Rechtswissenschaft eingebracht habe. So auch im vorliegenden Fall, in dem er sehr verschiedene Ph&auml;nomene religi&ouml;ser und kultureller Pluralit&auml;t unter dem Dach des Governance-Konzeptes analytisch zusammenbringe und reflektiere. Gleichwohl berge eine solche &bdquo;Weitwinkelperspektive&ldquo;, so Wi&szlig;mann, die Gefahr, die Komplexit&auml;t einzelner Zusammenh&auml;nge zu &uuml;bersehen, beziehungsweise bestimmte Aspekte durch normative Setzungen &uuml;ber- oder unterzubewerten. Das Werk habe dadurch - unterst&uuml;tzt durch die kompositorische Arbeitsweise des Autors - eine &bdquo;immanente Tendenz zur herrschenden Meinung&ldquo;. <br /><br /> Oliver Hidalgo attestierte dem Buch einen gut lesbaren &Uuml;berblickscharakter und lobte seine koh&auml;rente Gesamtperspektive. Zugleich warf er ein, dass an einigen Stellen nicht deutlich genug gemacht werde, was genau Schuppert eigentlich unter seinem Governance-Konzept verstehe und was das Spezifische seiner Perspektive auf die einzelnen im Werk beleuchteten Ph&auml;nomene sei. Yasemin El-Menouar lenkte in ihrem Kommentar den Blick auf m&ouml;gliche L&ouml;sungen f&uuml;r aktuelle Probleme. Dabei beanstandete sie die dem Buch tendenziell zugrundeliegende Konflikt-Perspektive. Zudem lese sich die Koexistenz-Ordnung wie eine Absage daran, etwas Gemeinsames gemein zu haben. Konfliktlinien existierten zweifelsohne, aber sie verliefen eher zwischen dem religi&ouml;sen und areligi&ouml;sen Bereich, weniger innerhalb des religi&ouml;sen Spektrums. Zu bedenken sei ferner, dass der Versuch, Konfliktlinien, die gar nicht integriert werden wollten, in Aushandlungsprozesse zusammenzuf&uuml;hren, scheitern m&uuml;ssten. Ein ganz wichtiges Instrumentarium f&uuml;r die &Uuml;berbr&uuml;ckung religi&ouml;ser Differenzen sei der interreligi&ouml;se Dialog, so El-Menouar. <br /><br /> In der anschlie&szlig;enden Diskussion mit dem Publikum wurde unter anderem hinterfragt, inwieweit der mittlerweile omnipr&auml;sente und inflation&auml;r genutzte &bdquo;Catch-all&ldquo;-Begriff der Governance &uuml;berhaupt (noch) als Instrument f&uuml;r detaillierte Analysen tauge. Herr Schuppert bezeichnete diesbez&uuml;glich ge&auml;u&szlig;erte Bedenken als berechtigt, betonte aber die zentrale Dimension der &bdquo;Regelungsstrukturen&ldquo; als klaren methodischen Zugriff. Zudem entkr&auml;ftete er den h&auml;ufiger an die Governance-Forschung herangetragenen Vorwurf, Machtfaktoren auszublenden und stellte heraus, dass die Bew&auml;ltigung bestimmter Problemlagen vermittels kollektiver Regelungen immer in Konflikt- und Machtkontexte eingebettet sei. Einig waren sich Autor, Kommentatoren und Publikum am Ende, dass das Werk ein geeigneter Ausgangspunkt f&uuml;r weitere Diskussionen zum komplexen Verh&auml;ltnis von Governance und kultureller und religi&ouml;ser Pluralit&auml;t sein k&ouml;nne. Bedauert wurde daher abschlie&szlig;end, dass Herr Schuppert eingangs angek&uuml;ndigt hatte, dass das Werk sein nunmehr letztes zur Governance-Thematik sein solle.  </font><br /><br />  <font size="3">Text: Anna Klie</font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bericht zur Tagung „Religion findet Stadt“, in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-tagung-religion-findet-stadt-in-der-katholischen-akademie-die-wolfsburg]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-tagung-religion-findet-stadt-in-der-katholischen-akademie-die-wolfsburg#comments]]></comments><pubDate>Mon, 06 Nov 2017 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/bericht-zur-tagung-religion-findet-stadt-in-der-katholischen-akademie-die-wolfsburg</guid><description><![CDATA[       Die Wolfsburg als Katholische Akademie, das Bistum Essen und die Georges-Anawati-Stiftung haben Akteur_innen aus Wissenschaft, Stadtentwicklung, Kommunalpolitik sowie aus Schulen und verschiedenen religi&ouml;sen Gemeinden zu einem anregenden Austausch &uuml;ber Kirchen, Religionsgemeinschaften und religi&ouml;se Gemeinden als zivilgesellschaftliche Akteure auf kommunaler Ebene eingeladen.Nach den einleitenden Worten von Holger Nollmann, einem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der S [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/replir-architektur-logo_2_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Die Wolfsburg als Katholische Akademie, das Bistum Essen und die Georges-Anawati-Stiftung haben Akteur_innen aus Wissenschaft, Stadtentwicklung, Kommunalpolitik sowie aus Schulen und verschiedenen religi&ouml;sen Gemeinden zu einem anregenden Austausch &uuml;ber Kirchen, Religionsgemeinschaften und religi&ouml;se Gemeinden als zivilgesellschaftliche Akteure auf kommunaler Ebene eingeladen.<br /><br />Nach den einleitenden Worten von Holger Nollmann, einem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung, ging das Wort an den Erziehungswissenschaftler Prof. Volker Ladenthin, der ganz grundlegend &uuml;ber die unausweichliche und w&uuml;nschenswerte Verbindung von Religion und Gesellschaft reflektierte. Religion sei aus der Gesellschaft nicht wegzudenken, so die Kernthese, denn jeder wirke mit seinen Glaubens&uuml;berzeugungen, seien sie religi&ouml;s oder nicht-religi&ouml;s, in die Gesellschaft hinein. Gleichzeitig wurde die Verbindung als eine historisch gewachsene beschrieben, die bis in die feinen Ver&auml;stelungen der Sprache fortbestehe. Entsprechend dem B&ouml;ckenf&ouml;rde-Theorem verwies Ladenthin auf die metaphysischen Grundvoraussetzungen des Staates, n&auml;mlich dass B&uuml;rger sittlich und gemeinwohlorientiert handeln. Ob der Beitrag f&uuml;r die Zivilgesellschaft auf religi&ouml;sen oder humanistischen Wertgrundlagen beruht, ist letztlich im jeweiligen individuellen Bildungsprozess angelegt. Damit wurde die Grundlage f&uuml;r die Kooperation verschiedenster religi&ouml;ser und nicht-religi&ouml;ser Akteure noch einmal aus wissenschaftstheoretischer Perspektive unterstrichen.<br /><br />Nach dem Fachvortrag kamen Vertreter_innen aus der Praxis, u.a. aus Kommunalen Integrationszentren, Jugend&auml;mtern, Schulen, sozialpastoralen Zentren und religi&ouml;sen Gemeinden umliegender St&auml;dte zu Wort. Die besondere Sitzordnung der Tagungsteilnehmenden (Fishbowl) gab den innen sitzenden Praxisvertreter_innen zun&auml;chst die M&ouml;glichkeit, sich mit konkreten Arbeitskontexten zu besch&auml;ftigen, in denen Religion eine Rolle spielt, und sich dar&uuml;ber auszutauschen, wo Herausforderungen, aber auch Chancen in der Thematisierung von Religion in den jeweiligen Einrichtungen liegen. Die spannenden Erfahrungsberichte luden zugleich Teilnehmende aus dem &bdquo;&auml;u&szlig;eren&ldquo; Kreis ein, mitzudiskutieren. Besonders aufschlussreich f&uuml;r den RePliR-Kontext waren die in der Diskussion immer wieder betonte Bedeutsamkeit von Religion auch im Angesicht des Neutralit&auml;tsgebotes vieler Einrichtungen sowie die von einzelnen Vertreter_innen religi&ouml;ser Gemeinden formulierten besonderen Herausforderungen im Arbeitsalltag (z.B. Diskriminierungserfahrungen der j&uuml;dischen Gemeinde, personelle Ressourcenknappheit in der muslimischen Gemeinde).<br /><br />Im Anschluss an das Mittagessen stellte Tobias Meier vom Deutschen Institut f&uuml;r Community Organizing (DICO) der katholischen Hochschule f&uuml;r Sozialwesen Berlin einen dem Plenum bisher &uuml;berwiegend unbekannten Ansatz vor. Er gew&auml;hrte den Tagungsteilnehmenden Einblicke in das Konzept von Community Organizing sowie in konkrete Praxisbeispiele. Konzeptuell auf US-amerikanische Ans&auml;tzen der Gemeinwesenarbeit aus den sp&auml;ten 1930er Jahren rekurrierend zielt der Ansatz darauf, Bed&uuml;rfnisse von BewohnerInnen eines Stadtteils oder Quartiers zu identifizieren, L&ouml;sungsans&auml;tze zu recherchieren und unter breiter B&uuml;rgerbeteiligung und Einbeziehung politischer Entscheidungstr&auml;ger zu realisieren. Die grundlegende Idee ist jene, das zivilgesellschaftliche Gestaltungspotential von B&uuml;rger_innen zu b&uuml;ndeln und Realisierungsm&ouml;glichkeiten zu schaffen. Die von Meier begleitete B&uuml;rgerplattform &bdquo;Stark! Im K&ouml;lner Norden&ldquo;, die sich 2015 unter Beteiligung von Vereinen, kleineren B&uuml;rgerinitiativen und Kirchengemeinden konstituiert hatte, stand im Mittelpunkt seiner Pr&auml;sentation. Unter den teilnehmenden Akteur_innen finden sich u.a. die evangelischen Kirchengemeinden Ehrenfeld und Bickendorf, die katholische Gemeinde BiOs (Bickendorf-Ossendorf), DITIB Chorweiler, der alevitische Kulturverein sowie das Kolpingwerk.<br /><br />Auf Skepsis stie&szlig; bei den Zuh&ouml;renden unter anderem die Spendenfinanzierung durch Gro&szlig;unternehmen wie Remondis und eine daraus resultierende Anf&auml;lligkeit f&uuml;r Einflussnahmen aus der Wirtschaft, sowie etwaige Konkurrenzverh&auml;ltnisse mit herk&ouml;mmlichen Formen lokalpolitischen Engagements. Bef&uuml;rwortende Stimmen aus dem Publikum betonten einerseits die bereits gemachten positiven Erfahrungen mit diesem oder &auml;hnlichen Ans&auml;tzen sowie die festgestellte Diskrepanz zwischen dem aus Kapazit&auml;tsgr&uuml;nden begrenzten ehrenamtlichen politischen Engagement einerseits und den tats&auml;chlichen Bed&uuml;rfnissen der B&uuml;rger_innen andererseits, der das Community Organizing Abhilfe verschaffen k&ouml;nnte.<br /><br />Nach der Kaffeepause folgte der letzte Beitrag des Tages, der unter dem Titel &bdquo;Religionen finden Stadt&ldquo; mit einem Vortrag der Koordinatorin des Fortschrittkollegs, Frau Dr. Sarah Jahn, zu konkreten Perspektiven f&uuml;r Nordrhein-Westfalen begann. Am empirischen Bestand wurde deutlich gemacht, dass die religi&ouml;se Diversit&auml;t sich vor allem im Ruhrgebiet und Rheinland in den Gro&szlig;st&auml;dten &bdquo;ballt&ldquo;, w&auml;hrend umliegende Kreise durchaus durch die r&ouml;misch-katholische Kirche oder in einigen Kreisen auch durch die evangelischen Landeskirchen dominiert werden. Die Funktionen und den Beitrag von Religionsgemeinschaften als zivilgesellschaftliche Akteure erl&auml;uterte Sarah Jahn an den Beispielen der Moscheegemeinden, der syrisch-orthodoxen Kirche sowie der Mennoniten. Anhand der Potentialbeschreibung der drei sehr unterschiedlichen Akteure wurde deutlich, wie unterschiedlich Religionsgemeinschaften in die Stadtgesellschaft wirken k&ouml;nnen und welchen Eigendynamiken sie unterliegen. Hierdurch ist klar erkennbar, dass zivilgesellschaftliche Potentiale nur begrenzt steuerbar sind und es keine zentrale Stellschraube gibt um die zivilgesellschaftlichen Potentiale zu steuern. Vielmehr ist die Frage zu stellen, ob sich zivilgesellschaftliches Engagement &uuml;berhaupt steuern l&auml;sst und ob es sich auch steuern lassen sollte.<br /><br />Zu den Voraussetzungen und Herausforderungen f&uuml;r Religionen in der Stadt stellte Sarah Jahn Ergebnisse ihres Forschungsprojektes in der Kommunalverwaltung der Stadt Bochum vor. Hierzu befragte sie Kommunalmitarbeitende zu der Rolle von Religion. Interessanterweise variierte das Spektrum der Ansichten dazu erheblich. W&auml;hrend es einerseits die &Uuml;berzeugung gab, dass die Religionsaus&uuml;bung als Privatangelegenheit das rechtsstaatliche Handeln in keinster Weise ber&uuml;hren sollte, wurde andererseits die hohe Bedeutung von Religion betont und gleichzeitig bem&auml;ngelt, dass trotz der tagt&auml;glichen Pr&auml;senz verschiedener Kulturen und Religionen im Arbeitsalltag es unter den Mitarbeitenden kaum Wissen dazu g&auml;be.<br /><br />Anschlie&szlig;end stellten vier Doktorandinnen des Fortschrittkollegs Ergebnisse ihrer Forschungen vor. In ihrem Beitrag zu &bdquo;(Un-) Sichtbarkeiten von Religion&ldquo; stellte die Sozialanthropologin Natalie Gies-Powroznik ihr Forschungsprojekt in einer kommunalen Familienunterkunft f&uuml;r Gefl&uuml;chtete vor, indem sie sich mit der Frage besch&auml;ftigt, ob Religion eine Rolle in der Institution f&uuml;r die Gefl&uuml;chteten oder ihre Mitmenschen spielt und welche Aushandlungsprozesse konkret zu identifizieren sind. Dabei untersucht sie anhand ihres empirischen Materials unterschiedliche Akteursperspektiven, um diese zu kontrastieren was am Fallbeispiel religi&ouml;ser &bdquo;Reinheit&ldquo; im Vortrag illustriert wurde. Die Vielschichtigkeit der Ph&auml;nomene zeigte, dass jene nicht ohne weiteres religi&ouml;s oder s&auml;kular begr&uuml;ndbar sind, sondern vielmehr einen spezifischen Platz und Gewichtung im &bdquo;Bedeutungsgewebe&ldquo; eines jeden Menschen innehaben.<br /><br />Die Religionssoziologin Martina Loth, die zu der religi&ouml;sen Identit&auml;t von jugendlichen Alevit_innen und Sunnit_innen forscht, machte anhand eines Beispiels aus dem Schulkontext auf folgende Beobachtung aufmerksam: Bestimmte durch Autorit&auml;tspersonen wie P&auml;dagog_innen ge&auml;u&szlig;erte Erwartungshaltungen und Zuschreibungen hinsichtlich der religi&ouml;sen Identit&auml;t k&ouml;nnen die Identit&auml;t der Sch&uuml;ler_innen auf die eines vermeintlichen Experten ihrer Religion reduzieren. Dadurch besteht unter anderem die Gefahr, dass f&uuml;r etwaige andere &bdquo;Identit&auml;ten&ldquo; und Zugeh&ouml;rigkeiten zu wenig Raum bleibt.<br /><br />Daran schloss die Soziologin Linda Hennig an, die zum Thema Lebensf&uuml;hrung im Spannungsfeld von muslimischer Religiosit&auml;t und Berufst&auml;tigkeit forscht. In dem von ihr geschilderten Beispiel wurde deutlich, dass es einer komplexen Auseinandersetzung mit den Thematiken sowie einer umfassenden Reflexion der eigenen Rolle bedarf, um im Arbeitskontext souver&auml;n mit den auch hier erfolgenden Experten-Zuschreibungen umzugehen. Es ist demnach keinesfalls selbstverst&auml;ndlich, eine Strategie zu entwickeln, die die entsprechenden Erwartungshaltungen nicht bedient.<br /><br />Schlie&szlig;lich gab die Religionswissenschaftlerin Susanne Stentenbach-Petzold einen Einblick in ihre Forschung zu religi&ouml;ser Pluralit&auml;t in der organisierten Altenpflege, die bisher im Tagungsverlauf noch keine Rolle gespielt hatte. Die Altenpflege in Nordrhein-Westfalen, die neben den konfessionsungebundenen Tr&auml;gern &uuml;berwiegend durch kirchliche, einige wenige j&uuml;dische und bisher noch keine muslimischen Tr&auml;ger erfolgt, hat mit einer religi&ouml;s immer diverser werdenden Bewohnerschaft zutun. Einen Umgang damit zu finden, stellt eine gro&szlig;e Herausforderung dar.<br /><br />F&uuml;r die RePliR-Doktorand_innen erm&ouml;glichte die Tagung einen interessanten Einblick in verschiedene Praxisfelder, in denen Religion tagt&auml;glich &bdquo;Stadt&ldquo; findet.<br /><br />Text: Natalie Gies-Powroznik, Linda Hennig, Martina Loth, David R&uuml;schenschmidt, Susanne Stentenbach-Petzold</font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[RePliR Doktoranden tragen auf internationaler Veranstaltung zum Alevitentum vor]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/replir-doktoranden-tragen-auf-internationaler-veranstaltung-zum-alevitentum-vor]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/replir-doktoranden-tragen-auf-internationaler-veranstaltung-zum-alevitentum-vor#comments]]></comments><pubDate>Fri, 20 Oct 2017 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/replir-doktoranden-tragen-auf-internationaler-veranstaltung-zum-alevitentum-vor</guid><description><![CDATA[In gemeinsamer Kooperation des Alevitischen Bildungswerks &bdquo;&#536;ah &#304;brahim Veli&ldquo; e.V. zusammen mit der P&auml;dagogischen Hochschule Weingarten, den St&auml;dten Weingarten und Ravensburg sowie den Universit&auml;ten Hamburg, Heidelberg, Bayreuth und der Katholischen Erwachsenen&shy; Bildung des Kreis Ravensburg e.V wurde das erste internationale Symposium zum Alevitentum an der PH Weingarten organisiert und durchgef&uuml;hrt ( vgl. Pressetext). Im Rahmen dessen erhielten ausge [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="3">In gemeinsamer Kooperation des Alevitischen Bildungswerks &bdquo;&#536;ah &#304;brahim Veli&ldquo; e.V. zusammen mit der P&auml;dagogischen Hochschule Weingarten, den St&auml;dten Weingarten und Ravensburg sowie den Universit&auml;ten Hamburg, Heidelberg, Bayreuth und der Katholischen Erwachsenen&shy; Bildung des Kreis Ravensburg e.V wurde das erste internationale Symposium zum Alevitentum an der PH Weingarten organisiert und durchgef&uuml;hrt ( <a href="https://www.weingarten-online.de/,Lde/Startseite/Presse/symposium+aleviten.html" target="_blank">vgl. Pressetext</a>).<br /><br /> Im Rahmen dessen erhielten ausgew&auml;hlte Doktorand*innen am Vortag des Symposiums die M&ouml;glichkeit in einem interdisziplin&auml;ren Kolloquium, geleitet von den renommierten Alevi-Forschern PD Dr. Markus Dressler (Universit&auml;t Leipzig) und PD Dr. Robert Langer (OI Istanbul), ihre Arbeiten vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. <br /><br />Die RePliR Doktorandinnen Martina Loth und Aysel Tepeli beteiligten sich mit der Vorstellung ihrer eigenen Arbeiten zum Alevitentum und besuchten das am Folgetag stattfindende Symposium, um sich mit internationalen Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen &uuml;ber ihre Arbeiten zum Alevitentum austauschen und vernetzen zu k&ouml;nnen. <br /><br />Die Kosten f&uuml;r die &Uuml;bernachtung und Verpflegung der Doktorand*innen wurden vom alevitischen Bildungswerk &uuml;bernommen. Da alle Beteiligten das Kolloquium und insbesondere die interdisziplin&auml;re Zusammensetzung der Teilnehmer*innen als Bereicherung ansahen, wird es am 21.06.2018 mit Unterst&uuml;tzung des alevitischen Bildungswerks zum zweiten Mal stattfinden.  <br /><br />Text: Aysel Tepeli, Martina Loth </font><br /><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Exkursion der RePliR-Doktoranden nach Duisburg]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/exkursion-der-replir-doktoranden-nach-duisburg]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/exkursion-der-replir-doktoranden-nach-duisburg#comments]]></comments><pubDate>Sat, 08 Apr 2017 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/exkursion-der-replir-doktoranden-nach-duisburg</guid><description><![CDATA[       Nach der intensiven Klausurtagung mit den PIs und Praxispartnern bot sich uns auf der zweit&auml;gigen Exkursion vom 08. bis 09. April die Gelegenheit sowohl zur internen Reflexion und Koordination, zum Austausch mit einem Praxispartner des Kollegs wie auch zur Erkundung der Moschee und Begegnungsst&auml;tte in Duisburg-Marxloh.Die &bdquo;Wolfsburg&ldquo;, eine katholische Akademie am Rande des Duisburger Stadtwalds, war von uns als Ausflugsdomizil gew&auml;hlt worden. Nach der Ankunft un [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/moschee-in-duisburg_1_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3">Nach der intensiven Klausurtagung mit den PIs und Praxispartnern bot sich uns auf der zweit&auml;gigen Exkursion vom 08. bis 09. April die Gelegenheit sowohl zur internen Reflexion und Koordination, zum Austausch mit einem Praxispartner des Kollegs wie auch zur Erkundung der Moschee und Begegnungsst&auml;tte in Duisburg-Marxloh.<br /><br />Die &bdquo;Wolfsburg&ldquo;, eine katholische Akademie am Rande des Duisburger Stadtwalds, war von uns als Ausflugsdomizil gew&auml;hlt worden. Nach der Ankunft und der internen Programmbesprechung durften wir Dr. Detlef Schneider-Stengel, als Di&ouml;zesanreferent des Bistums Essen einer der Praxispartner des Fortschrittskollegs, bei uns empfangen. Nach dem Studium der katholischen Theologie und Philosophie wurde dieser mit einer Arbeit &uuml;ber &bdquo;Christentum und Postmoderne&ldquo; an der Universit&auml;t Bochum zum Dr. phil. promoviert und ist Referent f&uuml;r den Interreligi&ouml;sen Dialog im Ruhrbistum. Er berichtete ausf&uuml;hrlich von den vielf&auml;ltigen und facettenreichen T&auml;tigkeiten des &bdquo;Arbeitskreises Interreligi&ouml;ser Dialog&ldquo; der Di&ouml;zese und &uuml;ber Modi des Umgangs mit religi&ouml;ser Pluralit&auml;t und Vielfalt, bevor sich die Gelegenheit zum offenen Gespr&auml;ch und zur Diskussion ergab.<br /><br />Es entsponn sich sodann unter uns Doktoranden ein intensiver Austausch, der bis in den Abend hinein dauern sollte und sich vornehmlich unsere Promotionsprojekten widmete, wobei die unterschiedlichen Perspektiven sowohl reflexive Momente als auch konstruktive Impulse bereithielten.<br /><br />Tags darauf besuchten wir die Merkez-Moschee und die daran angeschlossene Begegnungsst&auml;tte in Duisburg-Marxloh. Die Sozialp&auml;dagogin H&uuml;lya Ceylan f&uuml;hrte uns durch das beeindruckend gestaltete Gotteshaus, das ein Zentrum des muslimischen Lebens in der Stadt darstellt. Die Moschee wurde unter Einbezug von Politik und christlichen Nachbargemeinden geplant und 2008 im Beisein von Vertretern der Kirchen und der Politik feierlich er&ouml;ffnet. Frau Ceylan berichtete von ihrer allt&auml;glichen Arbeit in der Moschee, der Begegnungsst&auml;tte und im Rahmen des Projektes &bdquo;ALMAN&ldquo;, das M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Prim&auml;rerfahrungen mit Muslimen und Migration er&ouml;ffnen soll.<br /><br />Neben dem interdisziplin&auml;ren und konstruktiven Austausch unter uns Doktoranden waren es insbesondere die Eindr&uuml;cke aus der Praxis des Umgangs mit religi&ouml;ser Diversit&auml;t, die in Orientierungs- und Hintergrundwissen hinsichtlich unserer Promotionsprojekte einflie&szlig;en konnten.<br /><br />Text: Mathias Schneider, David R&uuml;schenschmidt</font><br /></h2>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Feierliche Eröffnung des Fortschrittkollegs RePliR - Aus Sicht der Doktoranden]]></title><link><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/feierliche-eroffnung-des-fortschrittkollegs-replir-aus-sicht-der-doktoranden]]></link><comments><![CDATA[https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/feierliche-eroffnung-des-fortschrittkollegs-replir-aus-sicht-der-doktoranden#comments]]></comments><pubDate>Wed, 30 Nov 2016 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.forschungskolleg-repliv.de/blog/feierliche-eroffnung-des-fortschrittkollegs-replir-aus-sicht-der-doktoranden</guid><description><![CDATA[       Interner AuftaktHochmotiviert und voller Vorfreude fanden wir neuen Doktoranden [1] uns am Nachmittag des 1.12. zur internen Er&ouml;ffnung des Fortschrittkollegs &bdquo;Religi&ouml;se Pluralit&auml;t und ihre Regulierung in der Region&ldquo; (RePliR) in den R&auml;umlichkeiten des CERES ein und hatten die M&ouml;glichkeit die geladenen Wissenschaftler, aber zun&auml;chst auch uns untereinander kennenzulernen. Durch unsere vielf&auml;ltigen akademischen Hintergr&uuml;nde von Religions-, S [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.forschungskolleg-repliv.de/uploads/9/2/3/9/92394328/2016-12-01-km-fortschrittskolleg-replir-27_1_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="3"><strong>Interner Auftakt</strong><br />Hochmotiviert und voller Vorfreude fanden wir neuen Doktoranden <a target="_blank"><span><span>[1]</span></span></a> uns am Nachmittag des 1.12. zur internen Er&ouml;ffnung des Fortschrittkollegs &bdquo;Religi&ouml;se Pluralit&auml;t und ihre Regulierung in der Region&ldquo; (RePliR) in den R&auml;umlichkeiten des CERES ein und hatten die M&ouml;glichkeit die geladenen Wissenschaftler, aber zun&auml;chst auch uns untereinander kennenzulernen. Durch unsere vielf&auml;ltigen akademischen Hintergr&uuml;nde von Religions-, Sozial-, Kultur-, Literatur- und Politikwissenschaft &uuml;ber Journalismus, Geschichte und evangelischer Theologie, entstanden spannende erste Diskussionen hinsichtlich der im Kolleg behandelten Thematik.<br /><br />Nach der feierlichen Er&ouml;ffnung und Begr&uuml;&szlig;ung durch die Sprecher und die Koordinatorin des Kollegs, gaben Prof. Dr. Volkhard Krech und Prof. Dr. Ulrich Willems einf&uuml;hrende Impulsvortr&auml;ge zum Oberthema &bdquo;Religi&ouml;ser Pluralit&auml;t und ihre Regulierung in der Region&ldquo;. In der darauffolgenden Keynote Speech legte Prof. Dr. Lene K&uuml;hle Aspekte der Terminologie von religi&ouml;ser Diversit&auml;t dar und thematisierte die Bedeutung der facettenreichen m&ouml;glichen Fragestellungen f&uuml;r die empirische Arbeit im Feld. Dr. Anna K&ouml;rs, Vizedirektorin der Akademie der Weltreligionen der Universit&auml;t Hamburg, gab einen umfassenden Einblick in die Besonderheiten des Stadtstaats Hamburg, hinsichtlich seiner Staatsvertr&auml;ge mit religi&ouml;sen Gemeinschaften.<br /><br />Bei Prof. Dr. Riem Spielhaus von der Universit&auml;t G&ouml;ttingen standen die Abkommen islamischer Organisationen und religi&ouml;se Praktiken in Deutschland im Mittelpunkt. Damit verbundene rechtliche Herausforderungen, wie beispielsweise die Umsetzung muslimischer Bestattungen, legte sie ebenfalls dar.<br /><br /><strong>Festakt im Kunstmuseum</strong><br />Eingestimmt in das Thema machten wir Doktoranden, unsere Betreuer, die geladenen G&auml;ste sowie zahlreiche Freunde und Familienangeh&ouml;rige sich am Abend auf den Weg in das Kunstmuseum Bochum. Um 19:00 Uhr begann hier der Festakt zur Er&ouml;ffnung von RePliR. Prof. Dr. Krech sprach seinen Dank gegen&uuml;ber dem Wissenschaftsministerium aus, welches das Projekt bis zum Jahr 2020 mit rund 2,1 Millionen Euro f&ouml;rdert.<br /><br />Weiterhin betonte er seine Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit allen Kooperations- und Praxispartnern und stellte das Kolleg und die Themen kurz dar. In den anschlie&szlig;enden Gru&szlig;worten von Prof. Dr. Axel Sch&ouml;lmerich, Rektor der Ruhr-Universit&auml;t Bochum, Prof. Dr. Michael Quante, Prorektor f&uuml;r Internationales und Transfer der Universit&auml;t M&uuml;nster sowie Bochums B&uuml;rgermeisterin Erika Stahl, wurde die gesellschaftliche Bedeutung und die Relevanz des angestrebten Wissenstransfers des Kollegs unterstrichen. Durch die lobenden Worte von Thorsten Menne, der in Vertretung von Ministerin Schulze angereist ist, &uuml;ber den Innovationscharakter des Kollegformats wurde uns Nachwuchswissenschaftlern deutlich, wie viel Arbeit im Vorfeld geleistet worden war. Im Anschluss an den kurzen Fachvortrag von Staatssekret&auml;r Klute diskutierte dieser mit Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen &uuml;ber Herausforderungen der wachsenden religi&ouml;sen Vielfalt in Deutschland und Westeuropa. Der Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack, Sprecher des Exzellenzclusters &bdquo;Religion und Politik&ldquo; der Universit&auml;t M&uuml;nster, legte dabei Zusammenh&auml;nge zwischen Religion und Integration dar. Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hinnerk Wissmann vom Exzellenzcluster sprach &uuml;ber Fragen des Religionsverfassungsrechts, auch am Beispiel der Integration des Islams. Die Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Thoma&szlig; sprach &uuml;ber Religionsvielfalt in den Medien, insbesondere mit Blick auf Programme, Redaktionen und Rundfunkr&auml;te. Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Thomas K. Bauer, Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration (SVR), stellte Ergebnisse des j&uuml;ngsten SVR-Jahresgutachtens vor, das den Titel tr&auml;gt &bdquo;Viele G&ouml;tter, ein Staat: Religi&ouml;se Vielfalt und Teilhabe im Einwanderungsland&ldquo; (vgl.: <a href="https://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2016/dez/News_Eroeffnung_Fortschrittskolleg.html" target="_blank">www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2016/dez/News_Eroeffnung_Fortschrittskolleg.html</a>). Die Er&ouml;ffnung des Kollegs im Bochumer Kunstmuseum zeigte deutlich die gesellschaftspolitische Relevanz und das gro&szlig;e Interesse verschiedener gesellschaftlicher Akteure.</font><br /><br /><font size="3"><strong>Praxisworkshop im Rahmen der Er&ouml;ffnung von RePliR</strong><br /><em>Ziel des Praxisworkshops</em><br />Der zweite Tag der Auftaktveranstaltung des Fortschrittkollegs widmete sich dem konstruktiven Austausch mit Vertretern der am Kolleg beteiligten Praxispartner in Form eines Praxisworkshops. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis, die zu einem produktiven Wissenstransfer und dem Einbezug der aus der Praxis gewonnenen Erkenntnisse und Herausforderungen beitragen soll, wird damit von Beginn an konsequent verfolgt. Martina Munsel als zust&auml;ndige Ansprechpartnerin f&uuml;r die NRW-Fortschrittskollegs im Ministerium f&uuml;r Wissenschaft, Innovation und Forschung des Landes NRW betonte in ihrem Er&ouml;ffnungsvortrag die Gleichwertigkeit praktischen und wissenschaftlichen Wissens und begr&uuml;&szlig;te die enge Zusammenarbeit der Praxispartner und Wissenschaftler. Anwesende Praxispartner geh&ouml;rten verschiedenen Praxisfeldern an, wie z. B. dem Bildungswerk des deutschen Gewerkschaftsbundes, dem Kommunalen Integrationszentrum Bielefeld, dem WDR, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Stiftung Mercator. Die spezifischen Erfahrungen und Sichtweisen der Praxispartner warfen teils neue Perspektiven auf und konnten somit das Themenfeld religi&ouml;ser Vielfalt um weitere Facetten bereichern.<br /><br /><em>Austausch und Kennenlernen der Praxispartner</em><br />Kern des Praxisworkshops bildete ein Informationsparcour, in dem die Doktoranden den Teilnehmenden des Workshops ihre Projekte vorstellten. Auch ein gegenseitiges erstes Kennenlernen stand dabei im Vordergrund. Bereits dieser Austausch zum Auftakt des Kollegs stellte f&uuml;r uns Doktoranden eine gro&szlig;e Bereicherung dar, da konkrete Fragen angesprochen und erste, wichtige Kontakte zum Forschungsfeld gekn&uuml;pft werden konnten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurde der Austausch in einer Fishbowl-Diskussion reflektiert und diskutiert: Welche Herausforderungen religi&ouml;ser Vielfalt im Ruhrgebiet nehmen die in verschiedenen Praxisfeldern T&auml;tigen wahr? Wie k&ouml;nnen die verschiedenen Akteure der Gesellschaft damit umgehen und welchen Beitrag kann die Forschung dazu leisten? Hierbei betonten die Vertreter der Praxis die hohe gesellschaftspolitische Relevanz der Forschungsprojekte f&uuml;r ihre eigene Arbeit und stimmten darin &uuml;berein, dass nur eine gemeinsame Zusammenarbeit die Herausforderungen der religi&ouml;sen Vielfalt in verschiedenen Institutionen organisieren kann. Die &uuml;berwiegend empirisch ausgerichteten Promotionsprojekte gewinnen so &uuml;ber die &bdquo;Gatekeeper&ldquo; aus der Praxis einen Zugang zum konkreten Forschungsfeld und k&ouml;nnen spezifische Problemlagen interdisziplin&auml;r analysieren. Die Veranstaltung wurde von uns Doktoranden als gelungener erster Auftakt und gemeinsames Kennenlernen bewertet. Das Fundament f&uuml;r die k&uuml;nftige, beidseitig bereichernde Zusammenarbeit wurde damit erfolgreich gesetzt.<br /><br /><a target="_blank"><span><span>[1]</span></span></a> Zugunsten der besseren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Arbeit das generische Maskulinum verwendet. Gemeint sind damit stets, wenn nicht anders spezifiziert, Angeh&ouml;rige aller Geschlechter.<br /><br />Text: Martina Loth, Aysel Tepeli<br />Fotos: &copy; RUB, Marquard</font><br></h2>]]></content:encoded></item></channel></rss>